Wechsel des Anwendungsfach (für den Master)

Alle Anwendungsfächer des Bachelorstudiengangs (Abkürzungen)

Re: Wechsel des Anwendungsfach (für den Master)

Beitragvon heipei » 11.04.10 23:55

emx hat geschrieben:Klausuren werden nicht mit dem Ziel gemacht, Leute rauszuprüfen. Natürlich werden durch Klausuren auch Leute ausgesiebt, manche zurecht, weil sie einfach nicht geeignet sind für ein Info Studium.
Also kann man doch sagen sagen dass Klausuren gemacht werden um Leute rauszuprüfen, nämlich genau diese die nicht für so ein Studium geeignet sind. Ich seh da keinen Widerspruch drin. Den Begriff der "Fairness" bei Klausuren finde ich auch sehr schwer zu definieren. Natürlich hab ich mir im Grundstudium an Klausuren die Zähne ausgebissen und eine gewisse Abneigung entwickelt, aber spätestens wenn ich sie dann bestanden hab (manchmal auch im zweiten Versuch) und gesehen hab dass genug andere Leute die Klausur auch bestanden kann ich doch nicht davon reden dass da etwas unfair bei war.

emx hat geschrieben:Ihr seid nichts besseres, bloß weil ihr eine dämliche Prüfung schafft und andere nicht. Aber einige scheinen das Exzellenz Gerede für ihr Ego zu brauchen. Anders kann ich mir das nicht erklären.
Wir (insb. HE oder Muffi) reden auch nicht davon dass Leute "besser" sind (was auch immer das bedeuten soll) sondern nur dass ein Abschluss an dieser Uni dadurch aufgewertet wird dass Leistung absolut und nicht relativ auf den Arbeitseinsatz der Personen bewertet wird. Ich hatte z.B. in der Schule oft den Eindruck dass das sehr stark das Potential der Leute als Grundwert genommen wird und darauf aufbauend dann eine Note gemacht wird. Der Knackpunkt an der Stelle ist das Potential der Leute richtig einzuschätzen. An der Uni wird sowas gar nicht erst versucht (wie auch), hier sind alle gleich.

Was die Anwendungsfächer angeht (um den Bogen nochmal zu kriegen) sehe ich das so: Als interessierter Student hat man die Wahl zwischen einem Fach wie beispielsweise Mathe und BWL. Dass der Arbeitsaufwand für BWL vielleicht geringer ist sehe ich dadurch ausgeglichen dass der Stoff viel weniger interessant ist. Informatik allgemein (und insb. hier) ist sicherlich auch nicht der einfachste Weg um an Arbeit und Reichtum zu kommen (wenn überhaupt), aber für mich der interessanteste, und deswegen beschwer ich mich auch nicht wenn jemand im Hauptstudiengang BWL studiert. Genauso wie sich kein Gesellschaftswissenschaftler beschweren sollte wenn er keinen Job kriegt aber dafür einen weniger intensives und für ihn interessanteres Studium hatte.

Jetzt bin ich sicherlich ein paar Leuten auf den Fuss getreten ;)
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Re: Wechsel des Anwendungsfach (für den Master)

Beitragvon Marco » 12.04.10 01:35

HE hat geschrieben:Wenn jeder Hansel der es schafft, sich einzuschreiben (was ja, eh, nicht so richtig beschränkt ist...), auch einen Abschluss bekommt, ist irgendwas grundlegend falsch.
[...]
Ganz abgesehen davon ist BWL natürlich scheiße, weil jeder weiß, dass BWL scheiße ist.

heipei hat geschrieben:Was die Anwendungsfächer angeht (um den Bogen nochmal zu kriegen) sehe ich das so: Als interessierter Student hat man die Wahl zwischen einem Fach wie beispielsweise Mathe und BWL. Dass der Arbeitsaufwand für BWL vielleicht geringer ist sehe ich dadurch ausgeglichen dass der Stoff viel weniger interessant ist.

Holt das Niveau doch bitte wieder aus dem Untergeschoss hervor :!:

Was die Wahl des Nebenfachs angeht, kann ich emx nur zustimmen. Wieso glaubt ihr immer, die letzte Weisheit verschlungen zu haben und für alle anderen entscheiden zu müssen? Die Interessenlagen der Menschen sind nunmal unterschiedlich und ein BWLer, Geisteswissenschaftler oder sonstwer kann (unabhängig ob im Haupt- oder Nebenfach) genauso begeistert studieren wie ihr als Informatiker mit Mathe oder Medizin als Nebenfach! Also lasst doch bitte jedem seine Begeisterung und glaubt nicht, für jeden entscheiden zu müssen (und schon gar nicht, wenn ihr das Fach gar nicht belegt)!

Nur so am Rande: Gleiches gilt übrigens auch bei Vorstellungen in Sachen Noten und Studiendauer. Man muss nicht immer sein eigenes Studium als Norm ansehen.

heipei hat geschrieben:Jetzt bin ich sicherlich ein paar Leuten auf den Fuss getreten ;)

Kann man so sagen, aber hatte ich was anderes erwartet? :roll:
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Re: Wechsel des Anwendungsfach (für den Master)

Beitragvon heipei » 12.04.10 08:11

Marco hat geschrieben:Was die Wahl des Nebenfachs angeht, kann ich emx nur zustimmen. Wieso glaubt ihr immer, die letzte Weisheit verschlungen zu haben und für alle anderen entscheiden zu müssen? Die Interessenlagen der Menschen sind nunmal unterschiedlich und ein BWLer, Geisteswissenschaftler oder sonstwer kann (unabhängig ob im Haupt- oder Nebenfach) genauso begeistert studieren wie ihr als Informatiker mit Mathe oder Medizin als Nebenfach!
Ich wollte keinem einreden wie er/sie seine Interessen ausrichten soll. Ich kann mir bloss nicht vorstellen dass es viele Leute gibt die BWL mit voller Begeisterung machen und noch abends im Bett über ihre Paragraphen nachdenken. Wenn es tatsächlich solche Leute gibt: Umso besser! Da will ich mich doch nicht beschweren, schliesslich hätte ich persönlich keine Lust dadrauf. Vielleicht hast du mich also ein wenig falsch verstanden.

Marco hat geschrieben:
heipei hat geschrieben:Jetzt bin ich sicherlich ein paar Leuten auf den Fuss getreten ;)

Kann man so sagen, aber hatte ich was anderes erwartet? :roll:
Was soll das denn heissen?
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Re: Wechsel des Anwendungsfach (für den Master)

Beitragvon emx » 12.04.10 09:44

heipei hat geschrieben:Wir (insb. HE oder Muffi) reden auch nicht davon dass Leute "besser" sind (was auch immer das bedeuten soll) sondern nur dass ein Abschluss an dieser Uni dadurch aufgewertet wird dass Leistung absolut und nicht relativ auf den Arbeitseinsatz der Personen bewertet wird.


Wenn das wirklich nur so gemeint war, nehme ich das was ich gestern Abend ziemlich aufgebracht geschrieben habe natürlich zurück. Die Art und Weise wie hier über andere Leute geschrieben wurde, wirkte auf mich ziemlich vermessen. Daher meine bitte an alle: Bleibt auf dem Teppich. Auch als RWTH-Student.
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Re: Wechsel des Anwendungsfach (für den Master)

Beitragvon bt » 12.04.10 14:46

Wir sind aber halt einfach die allergeilsten. (scnr)
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Re: Wechsel des Anwendungsfach (für den Master)

Beitragvon HE » 12.04.10 15:06

Marco hat geschrieben:
HE hat geschrieben:Ganz abgesehen davon ist BWL natürlich scheiße, weil jeder weiß, dass BWL scheiße ist.

Holt das Niveau doch bitte wieder aus dem Untergeschoss hervor :!:


Muss ich an wirklich alles Ironie-Tags drannageln?

Wahrscheinlich schon, wenn noch mehr Leute BWL als Nebenfach wählen! [THIS WAS IRONY. REALLY.]
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Re: Wechsel des Anwendungsfach (für den Master)

Beitragvon Alexander Urban » 12.04.10 21:23

Marco hat geschrieben:Was die Wahl des Nebenfachs angeht, kann ich emx nur zustimmen. Wieso glaubt ihr immer, die letzte Weisheit verschlungen zu haben und für alle anderen entscheiden zu müssen?
Wir entscheiden hier für jemanden, der aus reinem Interesse heraus E-Technik gewählt hat, das Fach aber zu schwer findet, und uns um einen fundierten Ratschlag gebeten hat. Nicht für alle BWL-Nebenfächler.

heipei hat geschrieben:Ich wollte keinem einreden wie er/sie seine Interessen ausrichten soll. Ich kann mir bloss nicht vorstellen dass es viele Leute gibt die BWL mit voller Begeisterung machen und noch abends im Bett über ihre Paragraphen nachdenken.
Würde ich nie machen, ehrlich. Jura wär da aber ganz anders, das wär geil :)

Warum ich BWL nicht gewählt hab? Weil Rechnungswesen B (im Gegensatz zu Bürgerlichem Recht) totlangweilig ist. Und mit "totlangweilig" meine ich "die langweiligste Vorlesung, die jemals ein Mensch erdacht hat".
Nicht der Staat gewährt den Bürgern Freiheit, sondern die Bürger dem Staat Einschränkungen ihrer Rechte.

Kontrollierende und inhaltlich wertende Eingriffe in eine technologisch neutrale Infrastruktur sind eine Gefahr für den freiheitlichen Rechtsstaat.
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Re: Wechsel des Anwendungsfach (für den Master)

Beitragvon Marco » 13.04.10 00:23

heipei hat geschrieben:Ich wollte keinem einreden wie er/sie seine Interessen ausrichten soll. Ich kann mir bloss nicht vorstellen dass es viele Leute gibt die BWL mit voller Begeisterung machen und noch abends im Bett über ihre Paragraphen nachdenken. [...] schliesslich hätte ich persönlich keine Lust dadrauf.

Wie kommst du auf so etwas? Du überträgst schon wieder deine persönliche Einstellung auf die "Allgemeinheit".

Alexander Urban hat geschrieben:Wir entscheiden hier für jemanden, der aus reinem Interesse heraus E-Technik gewählt hat, das Fach aber zu schwer findet, und uns um einen fundierten Ratschlag gebeten hat. Nicht für alle BWL-Nebenfächler.

heipei's und HE's Aussagen bezogen sich aber auf die "Allgemeinheit der Studenten, die etwas mit BWL zu tun haben".
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Re: Wechsel des Anwendungsfach (für den Master)

Beitragvon heipei » 13.04.10 02:45

Marco hat geschrieben:Wie kommst du auf so etwas? Du überträgst schon wieder deine persönliche Einstellung auf die "Allgemeinheit".
Ok, sagen wir es mal so: Von allen ca. 100 Leuten aus meinem engeren Freundeskreis hier in Aachen und dazu noch die flüchtige Bekanntschaften hab ich noch keinen getroffen der (BWL-Student oder Nebenfächler) mir direkt die Ohren mit irgendwelchen tollen neuen Gesetzgebungen vollgequatscht hat (oder anderen Dingen, die sich inzwischen hinter zunehmend albern klingenden Anglizismen verbergen).

Allerdings hab ich schon so viele Leute getroffen die mir über irgendwelche absolut abgedrehten mathematischen Sätze den ganzen Abend erzählt haben, oder Leute die komplette Züge detailgetreu und mit besonderem Augenmerk auf das Fahrwerk aufgemalt haben und mir nachher noch erzählt haben welche Lok in welcher Lackierung am Wochenende wieder am Westbahnhof vorbeigefahren ist. Abgesehen davon dass ich teilweise eine ganze Menge von solchen Unterhaltungen mitgenommen hab hatte ich auch jedes mal den Eindruck dass die Personen einen irre Spass an ihrem Studium hatten, selbst wenn es teilweise nicht die erfolgreichsten Studenten waren.

Das ist mein persönlicher Eindruck. Wenn jemand Dinge aus dem BWL-Studium kennt die andere Leute evtl. begeistern könnten: Her damit! xkcd für Betriebswissenschaftler! Alles kein Problem, nur hab ich davon noch nichts gesehen.
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Re: Wechsel des Anwendungsfach (für den Master)

Beitragvon Marco » 14.04.10 11:49

heipei hat geschrieben:Von allen ca. 100 Leuten aus meinem engeren Freundeskreis hier in Aachen und dazu noch die flüchtige Bekanntschaften hab ich noch keinen getroffen der (BWL-Student oder Nebenfächler) mir direkt die Ohren mit irgendwelchen tollen neuen Gesetzgebungen vollgequatscht hat (oder anderen Dingen, die sich inzwischen hinter zunehmend albern klingenden Anglizismen verbergen).

Nun wird aber wahrscheinlich dein Freundeskreis keine repräsentative Stichprobe aller BWL-Studenten enthalten, oder? Abgesehen davon ist BWL auch nicht nur Gesetzgebungen. Es gab sogar (wenn auch sehr kleine) Überschneidungen mit Effiziente Algorithmen. ;-)

heipei hat geschrieben:Allerdings hab ich schon so viele Leute getroffen die mir über irgendwelche absolut abgedrehten mathematischen Sätze den ganzen Abend erzählt haben

Das ist nun aber auch eine subjektive Vorliebe. :lol:
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Re: Wechsel des Anwendungsfach (für den Master)

Beitragvon fw » 14.04.10 18:20

Marco hat geschrieben:
heipei hat geschrieben:Allerdings hab ich schon so viele Leute getroffen die mir über irgendwelche absolut abgedrehten mathematischen Sätze den ganzen Abend erzählt haben

Das ist nun aber auch eine subjektive Vorliebe. :lol:


Was heipei sagen will ist glaube ich, ganz grob gesagt: Viele E-Techniker, Maschis, Mathematiker, whatever finden ihr Fach geil. Viele BWLer finden ihr Fach zum kotzen. Das legt die Vermutung nahe, dass BWL scheisse ist.
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