Mithilfe benötigt: Umfrage/Studie für eine Bachelorarbeit

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Mithilfe benötigt: Umfrage/Studie für eine Bachelorarbeit

Beitragvon Miss*Sunflower » 23.03.09 15:15

Hallo zusammen,

ich habe HIER eine Umfrage, die ca. 20 Minuten dauert und einer Psychologie-Bachelorarbeit dient. Sie ist recht einfach gestellt, daher kein wirklicher Aufwand. Im Großen geht es um Selbsteinschätzung.

Ich würde mich freuen, wenn ihr daran Teilnehmen und somit helfen würdet.

Vielen Dank! :)
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Beitragvon YtKM » 24.03.09 12:09

Hallo,
teilweise sehr coole Fragen. Da macht das Ausfüllen sogar Spaß.

:-)
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Beitragvon bt » 24.03.09 12:44

geht so, eher nervig wars, voallem die sich endlos wiederholenden dinger.
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Beitragvon O.D. » 24.03.09 14:18

Ich finde deren Version des Gefangenendilemmas etwas witzlos. Wenn die eigene Wahl keine Konsequenz hat (der Andere nicht weiss was man waehlt bzw. die Person immer wechselt) gibt es nur eine einzige rationale Wahl - B. Wuerde mich interessieren, wieso die die Iterationen entkoppelt haben.
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Beitragvon Miss*Sunflower » 24.03.09 16:14

Danke schon mal an alle, die mit gemacht haben! Genaueres zu der Studie kann ich euch sagen, wenn die BA fertig ist! ;)
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Beitragvon Michel » 24.03.09 19:10

O.D. hat geschrieben:[...]gibt es nur eine einzige rationale Wahl - B

Ist B immer die rationale Wahl?

Betrachte
A/A: 50/50, B/A: 51/49, B/B: 0/0

Hier ist A die richtige Wahl aus einer Chance-Risiko-Betrachtung heraus (Wäre B offensichtlich richtig, dann wäre es auch die offensichtlich richtige Wahl für den Gegner und damit offensichtlich falsch).

Zwischen diesen Parametern und dem Gefangenendilemma gibt es also eine Art Kontinuum, was m. E. auch in dem Test ausgenutzt wurde. Es geht schließlich nicht einfach darum, einzelne Spiele zu gewinnen oder zu verlieren, sondern um jeden Punkt/Euro, den man dabei sammeln kann, unabhängig davon wie reich der Gegner dabei u.U. wird.
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Beitragvon MartinL » 24.03.09 20:07

Naja die Gesamtsumme die man selber bekommt hängt von der Strategie des anderen Spielers ab. Die Ergebnisse sehen doch eigentlich so aus, dass man Gesamtoptimal spielen kann oder Egoistisch. Spielen beide die optimale Strategie so wird der Gesamtgewinn für beide am besten. Spielt einer von beiden Egoistisch, so bekommt er etwas mehr als mit der Optimalen Strategie und spielen beide Egoistisch so bekommen beide wenig.

Wenn man also sicher Gewinn braucht müsste man egoistisch spielen, da in dem Fall unabhängig von der Strategie des Gegners immer etwas reinkommt. Wenn jedoch beide eine gewisse Summe brauchen wären Anreize dafür da optimal zu spielen ... In sofern verstehe ich nicht ganz warum du nun eine Möglichkeit als Optimal ansiehst?
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Beitragvon O.D. » 25.03.09 02:18

MartinL hat geschrieben:In sofern verstehe ich nicht ganz warum du nun eine Möglichkeit als Optimal ansiehst?
Der Punkt ist, dass ich nur die Aufgabe habe meinen eigenen Gewinn zu maximieren. Die Gesamtsumme ist vollkommen nebensaechlich.
Michel hat geschrieben:Wäre B offensichtlich richtig, dann wäre es auch die offensichtlich richtige Wahl für den Gegner und damit offensichtlich falsch
Entschuldige bitte, aber ich denke, dass Du hier einen kleinen Denkfehler machst. Meine Einstellung dazu, was die richtige Antwort ist hat keinen kausalen Effekt auf die Einstellung "des Anderen". Ich muss die Antwort des Anderen als gegeben hinnehmen (was fuer den Anderen natuerlich analog gilt), es mag durchaus sein, dass er mit mir kooperieren will, aber in jedem Fall faellt mein eigener Gewinn hoeher aus, wenn ich egoistisch spiele bzw. ihn betruege. Beim eigentlichen Gefangenendilemma stimmt das nicht, denn da bin ich womoeglich daran interessiert die Summe (eventuell irgendwie gewichtet) beider Gewinne zu maximieren, oder ich kann durch meine altruistische Antwort spaetere altruistische Antworten des Anderen sicherstellen.

Aber es kann natuerlich sein, dass es in Wirklichkeit nur darum geht, Milgram-maessig herauszufinden ob und in welchem Mass, der Proband ein Arschloch ist. Diese Theorie wird durch ein par der vorgehenden Fragen gestuetzt. In dem Fall wuerde ich mit meiner Strategie natuerlich voll in die Scheisse greifen :lol:
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Beitragvon Michel » 25.03.09 13:14

O.D. hat geschrieben:Entschuldige bitte, aber ich denke, dass Du hier einen kleinen Denkfehler machst. Meine Einstellung dazu, was die richtige Antwort ist hat keinen kausalen Effekt auf die Einstellung "des Anderen".

Exakt, deswegen rede ich ja von einer offensichtlich richtigen Entscheidung, die sich unabhängig von Deiner Entscheidung dem Mitspieler aufdrängt.

O.D. hat geschrieben:aber in jedem Fall faellt mein eigener Gewinn hoeher aus, wenn ich egoistisch spiele bzw. ihn betruege.

Genau das ist die offensichtliche Entscheidung von der ich rede. Wenn Du der Ansicht bist, dass es unabhängig von der Entscheidung des Gegners immer richtig ist zu betrügen, dann musst Du damit rechnen, dass der "Gegner" da auch drauf kommt. Und dann verliert ihr beide (besonders krass in meinem Beispiel).
In meinem Beispiel ist es allerdings so, dass Du mit A (Kooperation) besser fährst als mit B, selbst wenn Du zehnmal spielst und in neun von zehn Spielern dein "Gegner" hintergeht (B wählt). Nämlich mit 499 (Kooperation) vs. 51 Punkten (Verrat).

Der wesentliche Unterschied zum Gefangenendilemma ist die Anordnung der Gewinne (bzw. dort der Verluste). Sowohl beim Gefangenendillemma als auch bei diesem Spiel gibt B/A (unter eigener Wahl B) das beste Resultat, dann kommt bei beiden Spielen A/A.
Während beim Gefangenendilemma jedoch stets A/B (unter eigener Wahl B) das für einen selbst schlimmste Ergebnis liefert, wenn man also vertraut während der andere verrät, ist in diesem Spiel häufig B/B noch schlimmer. Das heißt, dass man für jedes Spiel abwägen muss, ob sich Kooperation anbietet.

O.D. hat geschrieben:Aber es kann natuerlich sein, dass es in Wirklichkeit nur darum geht, Milgram-maessig herauszufinden ob und in welchem Mass, der Proband ein Arschloch ist. Diese Theorie wird durch ein par der vorgehenden Fragen gestuetzt.

Ja, das denke ich auch. Es wird weniger darum gehen, wie man am erfolgreichsten spielt, als vielmehr welches Menschenbild man damit (anscheinend) offenbart. Also gewissermaßen Hobbes vs. Morus.
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Beitragvon mirko » 25.03.09 20:55

Michel hat geschrieben:Wenn Du der Ansicht bist, dass es unabhängig von der Entscheidung des Gegners immer richtig ist zu betrügen, dann musst Du damit rechnen, dass der "Gegner" da auch drauf kommt.


und wenn ich nicht dieser ansicht bin, kommt der gegner da nicht drauf?

Michel hat geschrieben:Und dann verliert ihr beide (besonders krass in meinem Beispiel). In meinem Beispiel ist es allerdings so, dass Du mit A (Kooperation) besser fährst als mit B, selbst wenn Du zehnmal spielst und in neun von zehn Spielern dein "Gegner" hintergeht (B wählt). Nämlich mit 499 (Kooperation) vs. 51 Punkten (Verrat).


in deinem beispiel fehlt zunächst mal der fall A/B. in den beispielen der umfrage, war es jedenfalls immer so, dass ich _unabhängig von der entscheidung des gegners_ immer mit B besser oder wenigstens gleich gut gefahren bin.

O.D. hat geschrieben:Aber es kann natuerlich sein, dass es in Wirklichkeit nur darum geht, Milgram-maessig herauszufinden ob und in welchem Mass, der Proband ein Arschloch ist.


das halte ich aber ohne kontext für ziemlich absurd. oder ist jeder fußballspieler, der versucht, die "punktzahl" "der anderen" zu minimieren, ein arschloch?
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Beitragvon Michel » 25.03.09 22:59

mirko hat geschrieben:und wenn ich nicht dieser ansicht bin, kommt der gegner da nicht drauf?

Meine Argumentation basiert auf der Voraussetzung, dass Du (oder O.D. oder sonstjemand) dieser Ansicht bist. Ich bin selbst nicht dieser Ansicht, sondern will nur verdeutlichen dass sie, mit Konsequenz vertreten, in einen Widerspruch führt.

mirko hat geschrieben:in deinem beispiel fehlt zunächst mal der fall A/B.

Als ich gespielt habe, waren alle Fälle spiegelsymmetrisch. Evtl. ist das nicht immer so, dann hätte ich fälschlicherweise verallgemeinert. Bei meinem Beispiel soll Spiegelsymmetrie gelten (A/B resultiert in x/y, dann auch B/A in y/x).

mirko hat geschrieben: in den beispielen der umfrage, war es jedenfalls immer so, dass ich _unabhängig von der entscheidung des gegners_ immer mit B besser oder wenigstens gleich gut gefahren bin.

Interessant, ich hatte oft Fälle, in denen man mit B/B Werte wie 8/8 hatte, während alle anderen Auswahlen besser waren, B/A etwa 120/40. Aber vielleicht täuscht hier meine Erinnerung, ausschließen will ich das nicht.

mirko hat geschrieben:das halte ich aber ohne kontext für ziemlich absurd. oder ist jeder fußballspieler, der versucht, die "punktzahl" "der anderen" zu minimieren, ein arschloch?

Glaube nicht, dass O.D. das wörtlich meinte :) Aber für mich geht es laut Beschreibung in dem Test nicht darum, mehr Punkte zu haben als der Gegner, sondern darum, möglichst viele Punkte zu haben, egal wie viel für den Gegner dabei rausspringt. Wir sind uns hier glaube ich einig, dass es sich nicht um einen Intelligenztest handelt, sondern dass es eher um Einstellungen oder Verhaltensweisen geht.
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Beitragvon Eshmael » 26.03.09 11:26

Es wird mit A immer mehr "Geld" erzeugt.
Also gibt es nur eine sinnvolle Wahl --> A.
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Beitragvon DominikP » 26.03.09 16:09

Diese starren Fragebögen haben immer klare Schwierigkeiten bei der Auswertung, da der Fragesteller nicht exakt weiß, was der Proband meint.
Beispiel:

Manchmal mag ich es, einfach nur dem Wind zuzusehen, wie er durch die Bäume bläst.


Volle Zustimmung von mir!
Der Studien-Auswerter meint jetzt sicherlich anhand dessen erkennen zu können, dass ich ein ruhiger, nachdenklicher und leicht melancholischer Typ bin mit einem Hang zu einer stillen Romantik.

Ich dagegen behaupte, ich bin Windsurfer und freue mich, je mehr der Wind durch die Bäume pustet. Es ist logisch, dass ich ständig die Bäume verfolge, um die Windstärke zu prüfen :-D
Klein-\varphi macht auch Mist....
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Beitragvon O.D. » 26.03.09 16:28

Ich bin mir ziemlich sicher dass etwa .8 der Fragen dazu dienen, Dich von den wirklichen Fragen abzulenken und daher einfach ignoriert werden.
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Beitragvon user » 27.03.09 03:43

Online Umfragen an eine bestimmte Zielgruppe sind meiner Meinung nach sowieso von vorne bis hinten nicht dicht.
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