heipei hat geschrieben:Wenn ich ein Archiv entpacke will ich verlässlichen Output haben, und nicht was ein Designer bei Apple dachte was am besten für mich ist.
Der Designer bei Apple hat sich ja was dabei gedacht und dieses Feature möglicherweise erst eingeführt, weil XY% (XY>50) der Testuser dieses Feature toll fanden. Und auch, wenn es deinen persönlichen Gewohnheiten nicht entspricht, wirst du wohl kaum bestreiten wollen, dass es sinnvoll ist, Software so zu gestalten, dass möglichst viele der angesprochenen Nutzer es optimal bedienen können, oder?
Und nur weil das Ding das macht ist das noch lange keine gute Angewohnheit.
Das sehe ich anders. Für den Mac-GUI-Nutzer ist das eine wundervolle Angewohnheit. Man muss sich nämlich keinen Kopf drum machen, ob der Ersteller des Archivs mitgedacht hat, sondern klickt einfach drauf. Fertig. Verlässlichen Output hast du in dem Sinne, dass du dich drauf verlassen kannst, dass dein Verzeichnis niemals zugemüllt wird. (Ich kenne das Phänomen durchaus, hat mich früher auch oft genervt.)
Und wenn du sowas auf deinem Server entpacken willst (oder auf deinem Router/deinem Linux-Smartphone) dann wirst du auch nicht sagen "Naja, ist zwar alles total chaotisch hier, aber auf meinem Desktop laeufts vernuenftig"
Zunächst mal geht es hier um ein Windows-Tool, das ganz klar für den Desktop konzipiert ist und nicht um einen Apache-Tarball oder sowas. Aber selbst wenn es so wäre, würde ich die Schuld zumindest auch teilweise beim verwendeten Tool suchen. Warum kann ein Konsolenentpacker nicht die gleiche Intelligenz zeigen und bei Bedarf einen Ordner anlegen?
wenn alles was der Entwickler haette machen muessen ist den Zip-Befehl eine Ebene hoeher auszufuehren.
Das will ich gar nicht bestreiten, dass das besserer Stil gewesen wäre. Aber es geht hier um die andere Seite, und da ist es doch ganz klar sinnvoller, wenn man die Software mit dem Hintergedanken entwirft, dass eben auch mal was nicht so laufen könnte, wie man es in einer idealen Welt erwarten würde. (Designing for error)
Dass der Mac-Entpacker dieses Verhalten zeigt, tut doch niemandem weh. Du hast jederzeit den Output, den du willst. Dein Kritikpunkt ist doch vielmehr, dass das nicht alle anderen Tools auch haben.
Nun multiplizier das mit vielen vielen Endanwendern pro Entwickler und du weisst warum das nicht zuviel zu fordern ist.
Nö, ist es sicher nicht, das will ich auch nicht sagen. Aber das ist nichts, was den *Endanwender* stören sollte, weil der sich einfach nicht mit solchen Problemen rumschlagen müssen sollte.