Microcontrollerboard für hardwarenahes Programmieren

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Microcontrollerboard für hardwarenahes Programmieren

Beitragvon House » 27.07.08 23:00

Ich wollte mir so ein Board zulegen und jemand hatte am Lehrstuhl gefragt was es kostet. Bei einer Sammelbestellung von 10 Boards lagen die Kosten bei 600€ wenn ich mich richtig erinnere. Nun wollte ich fragen ob es noch andere potentiell Interessierte gibt, die vielleicht auch so ein Board wollen. Wenn ich mich richtig erinnere kommen dann noch individuell zusätzlich Kosten für die Programmiereinheit hinzu. Ausserdem müsste sich noch jemand finden der ein bisschen Geschick im löten hat. Würde mich über Rückmeldungen freuen
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Beitragvon fw » 27.07.08 23:26

Der Programmieradapter von Atmel ist unverschämt teuer. Wenn man aufs In-System-Debugging verzichten kann, dann lässt sich sowas für <2 Euro nachbauen (einfach mal nach "atmel isp adapter" googlen)
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Beitragvon zorgblaubaer » 28.07.08 09:23

sind das 600 euro pro board oder für die 10 boards? ;)
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Beitragvon philipp » 28.07.08 09:27

@zorgblaubaer: Es war schon für alle Boards gemeint ;) Dennoch brauchst du ja auch noch ein wenig zubehör. Und das LC-Display ist da bestimmt auch nicht mit drin.

Also wer sich wo ein Board holen möchte, der hat ja wahrscheinlich eh ein bisschen Ahnung von Elektronik und evtl. sogar was zum Basteln zu Hause.
Das Board vom i11 ist einfach nicht unbedingt auf geringe Kosten optimiert. Also die Platine hat die Größe einer ganze Euro-Platine und man braucht auch nicht unbedingt alles was drauf ist.

Wenn ihr einfach nur anfangen wollt ein bisschen was mit Microcontrollern zu basteln, kommt ihr zunächst deutlich günstiger weg, wenn ihr euch einfach einen ATmega8 oder ATmega16 einzeln holt, dazu ne Lochrasterplatine, auf der man alles auflöten kann was man braucht ein paar Käbelchen und ein Lötkolben. Damit sind wir (wenn ihr einen halbwegs guten Lötkolben nehmt) bei ca. 45 Euro inkl. zusätzlicher Kleinteile für Stormversorgung usw.
Zum Programmieren könnt ihr, wie fw schon gesagt hat, den Adapter von Jesper nehmen: Bild
http://www.myplace.nu/avr/yaap/
Läuft über Parallelport und funktioniert wunderbar. Das tolle bei den ATmegas ist ja, dass sie keine Außenbeschaltung brauchen, damit man sie betreiben kann. Also einfach den ATmega auflöten, Strom anschließen, programmieren, fertig.
Also wenn jemand an dieser deutlich günstigeren Variante interessiert ist, soll er bescheid sagen, dann poste ich nochmal eine kleine Einkaufsliste wo alles wichtige drauf ist.

Wer nicht löten will und wem das zuviel Elektronik ist, der sollte sich wirklich ein fertiges Evaluationsboard kaufen. Zum Bsp. bei Pollin gibts ein Evaboard, aber nicht so toll gemacht. So oder so lohnt sich das preislich für euch nicht wirklich, wenn wir die Platinenbestellung bei uns vom i11 aus machen. Vielleicht schon eher, wenn man ein neues, etwa halb so großes EvaBoard designen würde...
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Beitragvon House » 28.07.08 11:34

ich glaube bei den 600 euro war das display schon mit drin, alles eben ausser die programmiereinheit. bin aber grundsätzlich auch an anderen entwicklungsboards interessiert, solange ich da auch die meissten aufgaben aus wardwarenaher programmierung drauf testen kann
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Beitragvon MartinL » 28.07.08 12:07

Eine wirkliche 1:1 Testumgebung wirst du wahrscheinlich wirklich nur dann bekommen, wenn du die gleichen Komponenten wie der Lehrstuhl einsetzt. Insbesondere manche Register und Speicherfeinheiten sind im großen (benutzten) ATmega644 etwas anders als in den kleinen. ISP lassen würde sich dieser aber auch mit dem von Philipp gezeigten Programmieradapter. Es gibt bereits für wenig Geld einfache Evaluationsboards (z.B. bei Pollin) für mega16 und 32. Da der 644 Pinkompatibel ist zu 32 un 16 sollte der auch auf dem Board funktionieren (auch wenn ichs bisher nur mit 16 und 32 getestet hab).

Wenns dir aber darum geht die Architektur etwas kennen zu lernen und etwas Erfahrung zu sammeln, dann würde wahrscheinlich auch der kleinere reichen.

Eine günstige Möglichkeit an eine naja ... sagen wir annähernd gute Testumgebung zu kommen besteht wahrscheinlich darin sich ein günstiges Evaluationsboard zu kaufen, dass Pinkompatibele zu mega16/32 nimmt. Dazu nen einzelnen 644 (evtl auf dem Board dann nen 20Mhz Quarz anbringen) und dazu dann irgend ein Display HD44780 kompatiblem Controller. Damit sollte dann (bis auf evtl etwas feinabstimmung der LC Treiber des Lehrstuhls mit Funktionieren). Wem es nicht zu teuer ist, der kann sich ja auch das Display kaufen, dass der Lehrstuhl benutzt und es lose an ein Evaluationsboard anschließen. Jedoch ist es in meinen Augen schon notwendig ein Display zu besitzen, wenn man das ganze annähernd als Testumgebung für das Praktikum verwenden möchte, denn das Display ist ein ganz zentraler Bestandteil des entwickelten Betriebssystems.

Gruß,

Martin
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Beitragvon cracki » 28.07.08 12:59

ich hatte in jedem fall vor, mal beim CCAC vorbeizuschauen, weil ich mich nicht traue, solche mikrokontroller ganz alleine zu beschalten. am ende mache ich noch irgendwas kaputt und das muss ja nicht sein.

z.b. wenn ich nen atmel ISPen will, ob der ausschliesslich am kabel haengen soll, oder ob ich da noch irgendwelche anderen pins an irgendwas haengen muss (masse, Vcc, was auch immer). oder ob die dinger nu ein quarz brauchen oder nicht, und wie das zu beschalten waere.

und wie man schrittmotoren ansteuert, bis hin zu microstepping. das haette fuer mich sogar praktische anwendung ;)

am donnerstag abend hatte ich vor, zum CCAC zu gehen, mal hallo sagen und meine probleme und ideen schildern. waere auch fuer die HNP-platinen der richtige ort fuer diskussion.

House: ich haette interesse an so einem board, wenns nicht mehr als 70 kostet (und da dann auch alles drauf ist, was im HNP verwendet wird). einen atmel ISP hab ich bereits (aber noch nicht verwendet), und "jesper's" schaltplan kann man ja auch nachbauen.
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Beitragvon fw » 28.07.08 18:38

cracki hat geschrieben:iz.b. wenn ich nen atmel ISPen will, ob der ausschliesslich am kabel haengen soll, oder ob ich da noch irgendwelche anderen pins an irgendwas haengen muss (masse, Vcc, was auch immer). oder ob die dinger nu ein quarz brauchen oder nicht, und wie das zu beschalten waere.

Der Atmel braucht natürlich Strom um programmiert werden zu können, also Vcc an 5V und GND an 0V. Das ist auch schon die Minimalbeschaltung (optional noch ein Abblockkondensator). Quarz brauchst du nur, wenn du mehr als 8 MHz Takt brauchst oder wenn dir der interne Takt zu ungenau ist, also erstmal nicht wirklich...
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Beitragvon cracki » 28.07.08 19:59

im EGI praktikum konnte man immer einen betreuer fragen, ob der aufbau rauchen wuerde oder nicht :)

nun gut, muss ich die tage mal probieren. danke.
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Beitragvon bt » 30.07.08 01:01

ich würd echt einfach mal bei pollin gucken - die ham n günstiges board für 15 eus - dazu noch ne art erweiterungsboard, nochma 25 euro (wenns einem das wert is)..
auch haben die günstige lc-displays ^^

und die, die angst haben was kaputt zu friemeln - man lernts nur duch machen - elektronikkram is auch meist robuster als die meisten vermuten.

andererseits für bisschen mc-gefummel ohne selbst groß was löten zu müssen etc. reicht evtl auch n einfaches butterfly-board (ca 20-25 euro).
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Beitragvon O.D. » 30.07.08 09:27

Es wird wohl kommendes Semester (so wie beim sechsten EGI-Versuch) ein frei verfügbares Board im adjazenten CIP-Pool stehen.

Da der Andrang bei EGI gering war, wird man da wohl beliebig dran können. Falls es da widererwarten doch zu Engpässen kommt, wird man da mit einem Kalender Abhilfe schaffen können (in den sich jeder Einträgt), oder gar mit einem zweiten Board.

Außerdem wird man diesmal alles auf HapSim simulieren können.
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Beitragvon x2mirko » 30.07.08 10:30

O.D. hat geschrieben:Außerdem wird man diesmal alles auf HapSim simulieren können.


nur das Hapsim scheinbar nicht so wirklich die Situation im Versuch simuliert. Wir haben im sechsten Versuch ewig im Code gesucht, weil überhaupt nix lief, obwohl Hapsim alles prima abgespielt hat :?

Aber ich denke mal das Board im CIP-Pool ist ja ne ausreichende Testmöglichkeit, von daher ist ja alles gut. :)


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Beitragvon O.D. » 30.07.08 11:57

Ja gut, der sechste EGI-Versuch war ja auch nur bedingt auf HapSim simulierbar. Denn das wichtigste - die Antenne - hatte HapSim nicht zur Verfügung.
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Beitragvon AGo » 30.07.08 14:20

O.D. hat geschrieben:Es wird wohl kommendes Semester (so wie beim sechsten EGI-Versuch) ein frei verfügbares Board im adjazenten CIP-Pool stehen.


Sowas lässt sich übrigens auch prima und ohne großartige Probleme aus Studiengebühren anschaffen, dazu brauchts nur eine mail an gebuehren@fsmpi.rwth-aachen.de...
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Beitragvon Martin » 30.07.08 14:24

AGo hat geschrieben:Sowas lässt sich übrigens auch prima und ohne großartige Probleme aus Studiengebühren anschaffen


Was meinst du, aus welchem Topf die gesamte Ausstattung des EGI-Praktikums bezahlt wurde? ;)
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