Wat issn sonne Master? (split aus "frei oder was")

Alles, was sonst nirgendwo reinpasst

Beitragvon kb » 12.02.08 01:59

foogy hat geschrieben:Geht's schon wieder los? Ist ja auch nicht so, als ob man die Wahl hätte, ne? Also lasst dem Master ein paar Jahre Zeit, sich in der Industrie einzuleben, und dann ist's gut.
Yo. Im Übrigen könnte man auch mal über die Grenze Deutschlands hinausschauen...da wissen nicht viele, was mit nem Diplom anzufangen ist
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Beitragvon Alexander Urban » 12.02.08 11:10

kb hat geschrieben:Yo. Im Übrigen könnte man auch mal über die Grenze Deutschlands hinausschauen...da wissen nicht viele, was mit nem Diplom anzufangen ist
Wenn du in Kolkata oder Cork bei einem Unternehmen mit <50 Mitarbeitern anfangen willst, mag dem so sein. Die großen Unternehmen hatten schon mit deutschen Mitarbeitern zu tun, und die haben alle "nur" ein Diplom.
Es kommt ja nicht drauf an was John Doe über unser Diplom weiß, sondern nur auf die Entscheider in Personalabteilung und Teppichetage. Und selbst wenn das Wissen komprimiert aus der Konserve kommt. Ihr widerholt immer nur die gleichen abgedroschenen Phrasen und schlechten Argumente.

Die Personalchefs haben mindestens 3 Jahre Zeit, sich umzustellen. Genauso wie wir ins Ausland gehen, kommen Bachelors aus dem Ausland hierher, und werden hier eingestellt. Die Fähigkeiten und Schwachpunkte von Bachelors sind also bereits bekannt.
Und der Master, zumindest derjenige der Informatik an der RWTH, ist ja auch nur ein Diplom.
Nicht der Staat gewährt den Bürgern Freiheit, sondern die Bürger dem Staat Einschränkungen ihrer Rechte.

Kontrollierende und inhaltlich wertende Eingriffe in eine technologisch neutrale Infrastruktur sind eine Gefahr für den freiheitlichen Rechtsstaat.
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Beitragvon mirko » 12.02.08 11:44

kb hat geschrieben:
foogy hat geschrieben:Geht's schon wieder los? Ist ja auch nicht so, als ob man die Wahl hätte, ne? Also lasst dem Master ein paar Jahre Zeit, sich in der Industrie einzuleben, und dann ist's gut.
Yo. Im Übrigen könnte man auch mal über die Grenze Deutschlands hinausschauen...da wissen nicht viele, was mit nem Diplom anzufangen ist


aber was mit einem deutschen master anzufangen ist, wissen sie?
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Beitragvon kb » 12.02.08 13:21

da das Master ein international angewandtber bzw. bekannter Abschluss ist, haben sie eine Vergleichsmöglichkeit. ja
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Beitragvon mirko » 12.02.08 16:31

kb hat geschrieben:da das Master ein international angewandtber bzw. bekannter Abschluss ist, haben sie eine Vergleichsmöglichkeit. ja


lol - du glaubst also, dass ein deutscher master vergleichbar mit einem osteuropäischen master und einem master vom mit ist? nur weil er den gleichen namen hat?
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Beitragvon kb » 12.02.08 17:20

also ich finde die Diskussion gehört hier nicht hin, darum wird das diesbezüglich mein letzter Beitrag hier sein.

Ich sagte nicht, dass der Master an sich (also Master of blabla, wo_auch_immer_gemacht) vergleichbar ist, sondern der Abschluss. Wenn derjenige in Australien oder China sieht "aha, Master", dann weiß er i.d.R. was damit anzufangen (vergleichsweise zu Diplom...). Und der Master ist (oder sollte zumindest sein) ein (weitesgehend) international anerkannter Abschluss .
Natürlich zählt auch WO man das macht, sogar bei welchem Prof man die Diplomarbeit macht wird sehr oft begutachtet, aber das hat ja hiermit nichts zu tun.

Hier in Deutschland zählt z.B. für die Uni-Zulassung oft auch nur der NC, aber du kannst mir nicht erzählen, dass jeder Abiturabschluss verschiedener Schulen inhaltlich bzw. von der nötigen Arbeits- und Wissensqualität/-quantität gleichwertig ist ;] ist es nämlich auch nicht.

so far

--edit--
viele wissen nicht einmal, was ein Diplom ist. Da muss man denen das erst erklären, aber Master ist klar
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Beitragvon AGo » 12.02.08 17:35

Naja, das is doch genau der Witz warum der ganze BaMa-Krams eingeführt wurde: Die Abschlüsse sollen vergleichbarer werden.
Das ist zumindest der Plan. Aufm Papier sinds alle gleich wert.
Wie die Industrie die "Herkunft des Masters" bewertet bleibt abzuwarten...

Dafür soll u.a. das neue diploma supplement sorgen (glaub das schimpft sich auch im Master so, bin mir aber nich sicher). Das basiert auf dem Modulhandbuch und enthält eine (relativ) genaue Beschreibung was in welchem Fach gelehrt bzw gelernt wurde, und zwar in Englisch und der jeweiligen Landessprache.
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Beitragvon Martin » 12.02.08 18:18

Alexander Urban hat geschrieben:Und der Master, zumindest derjenige der Informatik an der RWTH, ist ja auch nur ein Diplom.


Meiner Ansicht nach unterscheidet sich das Curriculum im Bachelor/Master schon stark von dem, was bisher im Diplom zu leisten war. Ob das gut oder schlecht ist, wird man mit der Zeit sehen.
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Beitragvon mirko » 12.02.08 20:08

kb hat geschrieben:Ich sagte nicht, dass der Master an sich (also Master of blabla, wo_auch_immer_gemacht) vergleichbar ist, sondern der Abschluss. Wenn derjenige in Australien oder China sieht "aha, Master", dann weiß er i.d.R. was damit anzufangen (vergleichsweise zu Diplom...).


und wenn er sieht "aha, Diplom", dann schmeißt er die bewerbung weg, weil er das wort nicht kennt? wenn ein personalchef eine bewerbung bekommt mit einem abschluss aus einem anderen land, dann muss er sich darüber informieren, was dieser abschluss wert ist. da macht es doch keinen unterschied, ob da "diplom" oder "master" oder "toilettenpapier" drauf steht...
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Beitragvon kb » 12.02.08 20:40

nö, hab ich ja auch gar nicht behauptet. Aber um das gleichwertig beurteilen zu können, müsste er sich ausführlich darüber informieren. Möglicherweise interessiert ihn ja noch, wie der Stellenwert des Diploms so ist, und er will einige Statistiken anführen und so weiter. Das ist alles extra Aufwand, den viele nicht eingehen wollen (warum auch, wenn man genügend andere gut qualifizierte bewerber hat...Auswahlkriterien sind schon schwer genug, so macht man das Filtern einfacher), oder den viele aus irgendwelchen Gründen (finanziell, zeitlich o.Ä.) nicht eingehen wollen. Als ob jeder Personalchef jede Bewerbung gründlich durchguckt...da gibts mehrere Filterstufen (je nach Anzahl der Bewerbungen).
Wenn dem Arbeitgeber bereits alles bekannt ist, ists ja schön, aber das ist ja nicht immer der Fall. Selbst in großen Unternehmen gibt es ja nicht nur einen "Personaleinsteller", der sich mit dem ganzen befasst. Für viele Abteilungen gibts seperate Personalchefs, die dann möglicherweise auch "unwissend" sind und sich erst (evtl. bei höherer Stelle) informieren müssten, was wiederum Aufwand wäre.

Wie auch immer, mir gings ja gar nicht darum, die Wertigkeit dese Masters mit dem Diplom zu vergleichen (das ist das, was ich aus deinen Aussagen rauslese) ^^ Will ich auch gar nicht tun.
Ich wollte nur feststellen, dass man i.A. international mit dem Abschluss des Masters mehr verbinden kann, als mit dem Diplomabschluss.
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Beitragvon mirko » 12.02.08 21:11

kb hat geschrieben:Wie auch immer, mir gings ja gar nicht darum, die Wertigkeit dese Masters mit dem Diplom zu vergleichen (das ist das, was ich aus deinen Aussagen rauslese)


hab ich mit einem wort gesagt, ob master oder diplom besser ist? kann mich gar nicht erinnern...

kb hat geschrieben:Ich wollte nur feststellen, dass man i.A. international mit dem Abschluss des Masters mehr verbinden kann, als mit dem Diplomabschluss.


und ich wollte feststellen, dass ich diesen vorteil nicht wirklich sehe...
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Beitragvon Martin » 12.02.08 21:33

kb hat geschrieben:Ich wollte nur feststellen, dass man i.A. international mit dem Abschluss des Masters mehr verbinden kann, als mit dem Diplomabschluss.


Die meisten CVs auf Englisch, die ich bisher von Deutschen gesehen haben, sprechen immer von "Diplom (Master equivalent)". Dann dürfte jedem klar sein, was das ungefähr ist.
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Beitragvon kb » 12.02.08 21:45

mirko hat geschrieben:lol - du glaubst also, dass ein deutscher master vergleichbar mit einem osteuropäischen master und einem master vom mit ist? nur weil er den gleichen namen hat?

mirko hat geschrieben:und wenn er sieht "aha, Diplom", dann schmeißt er die bewerbung weg, weil er das wort nicht kennt? wenn ein personalchef eine bewerbung bekommt mit einem abschluss aus einem anderen land, dann muss er sich darüber informieren, was dieser abschluss wert ist.
Wenn ich mich nicht irre, zielt beides auf den Wertevergleich der Abschlüsse hin (ein mal zwischen verschiedenen Mastern, das andere Mal zwischen Diplom und Master). Da wollte ich nicht hin.

Und im Grunde braucht es keine "Feststellung", um zu sagen, dass man international mit dem Master eine einfachere Vergleichsmöglichkeit. Es ist einfach eine Tatsache, dass "Master" geläufiger ist als Diplom. Viele Länder haben und kennen vom eigenen Land nur das B/M System. Diplom wirst du nicht so oft finden. Allein deshalb kann man sich schon denken, dass in den Ländern "jeder" mit dem Masterbegriff was anfangen kann, für den Diplom aber erstmal nachforschen muss (auch wenns gleichwertig ist).

Die Sitation ist die gleiche, wie wenn jemand aus dem Ausland kommt, dort schon studiert hat und hier weiterstudieren will. Es kommt oft genug vor, dass die ein anderes Lehrsystem haben, und hier erstmal einiges anerkannt werden muss (u.A. Abitur, Scheine, Kurse etc). Wenn das alles einheitlich wäre, könnte man die Abschlüsse aus dem Ausland viel einfacher vergleichen.

@mister_nu
Na wenn der Arbeitgeber das nicht kennt, wird er sicher nicht einfach hinnehmen, was man ihm vorlegt (falls es ihn wirklich interessiert).
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Beitragvon Miss*Sunflower » 14.02.08 20:44

Ich weiß zwar nicht, obs hier rein passt, hab nicht alles von euch gelesen, aber hier ein Artikel zu Studienabbrechern im Bachelor-Studiengängen. Aber bitte bis zu Ende lesen und nicht nur die Überschrift. Ist wie in der Bild, die Überschrift nennt einen kleinen Teilaspekt, der mal richtig schön aufgebauscht wird. ;)
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