Wir sind hier in Aachen,...

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Beitragvon MartinR » 15.12.07 13:13

Alexander Urban hat geschrieben:Wird's besser? Wird's schlechter? fragt man alljährlich. Sei'n wir doch mal ehrlich: Das Leben ist _immer_ lebensgefährlich.

Sorry, aber wenn die Leute Spaß haben wollen, dann sollen sie ihn haben. So lange sie nur ihr eigenes Leben damit verkürzen, können wir ihnen das nicht als Argument dafür liefern, warum wir es ihnen verbieten.

Dieser Staat, dieses Deutschland, gängelt seine Bürger, angeblich zum Schutze der Gesundheit. Nichts gegen so Gesetze wie das Rauchverbot in Öffentlichen Gebäuden oder Fahrverbot unter Drogen- und Alkeinfluss - da werden Unbeteiligte gefährdet, verletzt, getötet. Aber so lange man erwachsen ist und nur sich selbst damit Schaden zufügt, gibt es keinen Grund zu staatlichem Eingreifen.
Wird echt Zeit für eine kleine Kurskorrektur.

Und genau darum geht's doch. Leute, die sich betrinken und dann randalierend und pöbelnd durch die Gegend ziehen. Glaubst du nicht, dass die "Unbeteiligte" mit hineinziehen wenn sie wildfremde Mädels auf offener Straße anmachen (meistens noch in der Gruppe) oder mitten in der Nacht die Straße zugröhlen? Es is mir doch auch unheimlich wurscht, wenn du dich irgendwo betrinkst, dann friedlich nach Hause wankst, dich nebenher noch (am besten in 'nen Mülleimer oder so) übergibst und dann zu Hause einschläfst. Mach ich doch auch (minus das übergeben), aber wenn du vor Rumpöbeln und Verkehrsbehinderung ein "bisschen" schreibst ist das doch arge Verharmlosung und ein klein bisschen ignorant.
bird >= word
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Beitragvon Eshmael » 15.12.07 13:24

Hexa hat geschrieben:
Eshmael hat geschrieben:Das du Saufen als Freizeitgestaltung darlegst, und auf einer solch belanglosen Eben argumentierst finde ich arm. Alkoholkonsum tötet Menschen. Genauso wie es das Rauchen macht (Bei Männern sind bis zu 90%, bei Frauen bis zu 60% der Lungenkrebserkrankungen auf das aktive Rauchen zurückzuführen. ). Genauso wie diese Statistik jedoch von Rauchern (gilt für meine "aktive Zeit auch" ignoriert wird ("Mich trifft das ja nicht") wird der Raubbau den die 90% ungesunden Säufer mit Ihrem Körper betreiben ignoriert.


Hey Du Experte, hau mal ein paar Quellen raus.


Du hast doch Internet. Da tippst oben in die Adresszeile (da wo im Moment sowas wie www.infostudium.de steht) einfach www.google.de rein und suchst nach dem Schlagwort "rauchen". Ich bin sicher du schaffst das.
Wenn du es ganz offiziell willst schaust beim Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung vorbei.

Hexa hat geschrieben:
Eshmael hat geschrieben:Kiffen ist übrigens, vor allem bei psychisch, vorbelasteten Menschen schädlicher als langjähriger Alkoholkonsum.


Definiere "schädlicher"! Psychische oder physische Schäden???
[/quote]

Ich meine gesundheitlich. Denn erkranken kann man auf beiden Ebenen. Und auf beiden sind die Auswirkung bisweilen tödlich. Der Unterschied zum Saufen ist nur: Es zerstört körperlich über jahrelangen massiven Konsum.
Kiffen bringt dich nach einem Zug an 'nem heutigen Durchschnittsjoint u.U. schon dein Leben lang in eine geschlossene Psychiatrie.
Natürlich sind die Studien hierzu noch recht wage, weil das Feld noch recht wenig beackert wird. Aber wenn mans ich die Jahresstatistiken von Suchtkliniken anschaut und die Erkrankungen mit denen sie es zu tun haben sieht man schnell, wohin der Hase läuft.
Und ich kenne es einfach aus meinem Nahen Umfeld...
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Beitragvon mirko » 15.12.07 13:31

Eshmael hat geschrieben:
Hexa hat geschrieben:
Eshmael hat geschrieben:Das du Saufen als Freizeitgestaltung darlegst, und auf einer solch belanglosen Eben argumentierst finde ich arm. Alkoholkonsum tötet Menschen. Genauso wie es das Rauchen macht (Bei Männern sind bis zu 90%, bei Frauen bis zu 60% der Lungenkrebserkrankungen auf das aktive Rauchen zurückzuführen. ). Genauso wie diese Statistik jedoch von Rauchern (gilt für meine "aktive Zeit auch" ignoriert wird ("Mich trifft das ja nicht") wird der Raubbau den die 90% ungesunden Säufer mit Ihrem Körper betreiben ignoriert.


Hey Du Experte, hau mal ein paar Quellen raus.


Du hast doch Internet. Da tippst oben in die Adresszeile (da wo im Moment sowas wie www.infostudium.de steht) einfach www.google.de rein und suchst nach dem Schlagwort "rauchen". Ich bin sicher du schaffst das.
Wenn du es ganz offiziell willst schaust beim Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung vorbei.


ich hoffe für dich, deine quellenangaben beim proseminar im nächsten semester sehen anders aus...
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Beitragvon Hexa » 15.12.07 13:39

Eshmael hat geschrieben:Du hast doch Internet. Da tippst oben in die Adresszeile (da wo im Moment sowas wie www.infostudium.de steht) einfach www.google.de rein und suchst nach dem Schlagwort "rauchen". Ich bin sicher du schaffst das.
Wenn du es ganz offiziell willst schaust beim Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung vorbei.


Ich möchte aber gerne wissen, woher Du die Zahlen aus Deinem Beitrag hast!

Eshmael hat geschrieben:Natürlich sind die Studien hierzu noch recht wage, weil das Feld noch recht wenig beackert wird.


Keine Ahnung Du hast!

Eshmael hat geschrieben:Aber wenn mans ich die Jahresstatistiken von Suchtkliniken anschaut und die Erkrankungen mit denen sie es zu tun haben sieht man schnell, wohin der Hase läuft.


"Jahresstatistiken von Suchtkliniken" habe ich mal bei google.de eingegeben. Nix gefunden!
[Done]
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Beitragvon Daniel » 15.12.07 14:55

ich glaube das läuft ein wenig in die falsche Richtung.
Man sollte generell zwischen sujektiver Meinung und objektiven Fakten unterscheiden können und das ganze sinnvoll mit den diversen deutschen Gesetzbüchern kombinieren.

Und back on topic: Es steht ja als beispiel bei der Versammlung mit >= 3 Personen, dass sie aufgelöst werden können, wenn sie nicht genehmigt sind. Daraus resultiert ja erstmal, dass sie genehmigungspflichtig sind, was auf 95% nicht zutreffen sollte.
Einen Spaziergang mit 5 Leuten vom Audimax zur Hörn wo du auf dem Bürgersteig keinen Platz machst trifft das nicht (ganz zu schweigen davon, dass dir niemand verbieten kann mit >=3 Leuten spazieren zu gehen, quelle: siehe Grundgesetz)
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Beitragvon PsY » 16.12.07 22:33

ich finde es erstaunlich, wie man bei einer sache die alle betrifft, laut tenor der poster hier aber "die anderen" (man selbst distanziert sich ja am liebsten immer von solchen sachen), gegenseitig runtermachen kann, nur weil man den standpunkt des anderen nicht teilt.

mit sicherheit ist dieser beschluss diskussionswürdig, aber im moment scheint mir das niveau hier eher gegen das, der behandelten gruppen zu gehen...

da die umsetzung dieser regelung immernoch in menschenhand liegt, denke ich, dass hier der sachverhalt etwas überzogen ausgelegt wird. streng ist er schon, aber z.B. betrunken rumpöbeln ist etwas, was niemand gerne duldet und jeder nachvollziehen kann, dass es sinnvoll ist dagegen was zu unternehmen. niemand der verantwortlichen wird z.B. einen stockenden verkehr zwischen audimax und hauptgebäude zu hauptstoßzeiten als sträflich ansehen. es entscheidet letztendlich immernoch gesunder menschenverstand und ich denke nicht, dass so etwas an den pranger gestellt werden wird. für soetwas muss man schon trifftige gründe an den tag legen.

MfG

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Beitragvon Martin » 16.12.07 22:48

PsY hat geschrieben:es entscheidet letztendlich immernoch gesunder menschenverstand und ich denke nicht, dass so etwas an den pranger gestellt werden wird.


Ohne jemanden an den Pranger stellen zu wollen: Bis vor kurzem war es Konsenz, dass Leute mit solchem Aufgabenfeld eine langjährige Ausbildung durchlaufen und angemessen entlohnt werden. Warum sollte also jetzt solch eine Aufgabe, die enorm viel Fingerspitzengefühl und Erfahrung benötigt, sinnvoll von einem Ein-Euro-Jobber erledigt werden können?
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Beitragvon PsY » 18.12.07 00:22

also ich denke, dass ein-euro-jobber eher eine unterstützende tätigkeit haben werden (z.B. größere radalierende gruppen zu trennen, das kann man nicht mit einem qualifizierten mitarbeiter allein), aber die befugnis wird schon bei jemandem liegen, der wenigstens annäherd eine geeignete ausbildung haben. als ich zivi im altenheim war, haben die ein-euro-jobber nichts anderes gemacht, als zu unterstützen und nicht zu leiten.

MfG

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Beitragvon Meisterbrau » 18.12.07 03:02

PsY hat geschrieben:also ich denke, dass ein-euro-jobber eher eine unterstützende tätigkeit haben werden (z.B. größere radalierende gruppen zu trennen, das kann man nicht mit einem qualifizierten mitarbeiter allein), aber die befugnis wird schon bei jemandem liegen, der wenigstens annäherd eine geeignete ausbildung haben. als ich zivi im altenheim war, haben die ein-euro-jobber nichts anderes gemacht, als zu unterstützen und nicht zu leiten.

MfG

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MOMENT!
Insbesondere die Aufgabe, randalierende Gruppen zu trennen, erfordert mehr als 1€-jobber!
Denn gerade diese Aufgabe kann(!) erfordern, dass Methoden des unmittelbaren Zwangs o.ä. angewendet werden müssen, eine hoheitliche Zuständigkeit.
in NRW sind dazu, abgesehen von bundeseinheitlich Bevollmächtigten, folgende Personengruppen berechtigt (jeweils mit Rechtsgrundlage, zitiert aus wiki artikel s.o.):
Rechtsgrundlage: Polizeigesetz Nordrhein-Westfalen:
Beamte der Polizei des Landes Nordrhein-Westfalen
Rechtsgrundlage: Verwaltungsvollstreckungsgesetz:
Vollzugsdienstkräfte sind u. a. Vollziehungsbeamte, Dienstkräfte der Ordnungsbehörden, Feuerwehrangehörige, mit Vollzugs-, Vollstreckungs- und Sicherungsmaßnahmen beauftragte Personen der Gerichte und Staatsanwaltschaften und Justizvollzugsanstalten, Ermittlungspersonen der Staatsanwaltschaft, Fischerei- und Jagdaufseher, mit dem Forstschutz beauftragte Vollzugsdienstkräfte, Dienstkräfte der Katastrophenschutzbehörden
Justizwachtmeister
Justizvollzugbeamte

ich persönlich würde in einer solchen Situation der Ausbildung eines Polizisten vertrauen, bei einem Beamten (!) des Ordnungsamtes hätte ich schon ein leicht mulmiges Gefühl was sein Training angeht, bei nem 1€-jobber kann mich mir aber nicht vorstellen, dass dieser auch nur ansatzweise vernünftig für solche Situationen, die enormes Fingerspitzengefühl erfordern, ausgebildet ist. Insbesondere, wenn er dann auch noch mit Dingen wie Reizgas ausgestattet ist.

wenn ich mal nachts unterwegs bin, durchaus auch mal betrunken, vielleicht auch mal am grölen, wünsch ich mir eins: wenn mich irgendwer kontrollieren möchte, dann doch bitte ein Polizist. Kein Ordnungsamtfritze und erst recht keiner vom "City-Service". Bei den Männern mit Schusswaffen weiß ich, dass ich in guten Händen bin, selbst wenn ich mal derjenige bin, der etwas "falsches" gemacht hat.
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