Post-Rock Konzert im ParkSide (04.10.07)

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Post-Rock Konzert im ParkSide (04.10.07)

Beitragvon Slotti » 27.09.07 23:55

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Demos gibts auf der Homepage! Wems gefällt kann gerne vorbei schauen...
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Beitragvon Meisterbrau » 28.09.07 04:23

sorry, aber was bitte ist "Post-Rock"????

mit new wave kann ich ja noch was anfangen, aber der begriff ist so... nichtssagend...

vor allem wenn man sich die tonbeispiele anhört auf der page. nichts gegen die musik, hat sicher ihre reize, aber was ist zum henker daran "post rock"?

Wenn "post-rock" heißt: "Dies hat absolut gar nichts rockiges an sich sondern plätschert nur vor sich hin wie langweiliger pop oder fahrstuhlmusik", warum dann ausgerechnet "post-ROCK"? Kommt nach dem Rock automatisch Langeweile?

Sorry aber es irritiert mich halt grade gewaltig das etwas absolut "unrockbares" begrifflich auch nur entfernt mit "rock" in verbindung gebracht wird....
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Beitragvon magicrat » 28.09.07 09:33

"But" ist zwischendurch der Drum-Lauf vom Clocks-Refrain von Coldplay (sogar im gleichen Tempo :P) und das zweite klingt irgendwie nach Progressive a la Pink Floyd.
Rock ist das schon irgendwie, nur anders ;)

Is an sich nich schlecht, ich kann mir das nur nich live vorstellen (was aber nix heissen muss, Satriani Live war auch ne Qual und der Mann ist ein Gott).
Trotzdem mal dickes Daumen hoch an die Macher, in Zeiten von erbärmlich gleichklingenden, untereinander ersetzbaren "The..."-Bands ohne Seele, Melodie und Talent ist das echt ne Wohltat :)
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Beitragvon Slotti » 28.09.07 16:50

Mmmh, ich hätte jetzt gedacht, dass wenn einem hier der Begriff Post-Rock nichts sagt, ich doch damit rechnen kann, dass das mal schnell gegoogelt wird oder man kurz bei Wikipedia reinschaut. :wink: Dann hab ich das mal eben schnell gemacht.

Post-Rock:
  • unterstützender Einsatz von elektronischen Instrumenten sowie Computern, Sample-Technologien und/oder diversen Außenaufnahmen
  • z. T. überlange Titel, oft über 10, bisweilen über 20 Minuten
  • längere Strukturen als im Rockbereich üblich, oft unter Einsatz sich über mehrere Minuten entwickelnder Themen
  • häufiger Einsatz minutenlanger repetitiver Klangmuster und Strukturen, die an Ambient-Musik anschließen und daher häufig als Filmmusik verwendet werden
  • Einsatz von akustischen Instrumenten (z. B. Klavier, Violine, Cello, Pauken, Xylophon, Glockenspiel)
  • Vorliebe für ungewöhnliche Rhythmen und „ungerade“ Taktarten
  • minimalistische Arrangements oder auch fast orchestrale Arrangements
  • weitgehender oder völliger Verzicht auf menschlichen Gesang, teilweiser Verzicht auf Songtexte bei Ersatz durch lautmalerischen Gesang oder starke Verzerrung des Gesangs (bis hin zur Unkenntlichkeit)
  • Konzentration auf die Musik als solche, Texte und Aussagen (sofern vorhanden) treten zumindest in den Hintergrund;
  • Brückenschläge zwischen verschiedenen Musikkonzepten, auch z. B. zur Kammermusik oder zur elektronischen Musik
  • bescheidene Bühnenshows ohne viel Aufwand, Konzentration auf die Musik
  • die Suche nach neuen Wegen innerhalb der Rockmusik.


Zu den bekannteren Band aus dem Genre zählen wohl Radiohead, Mono, Mogwaï, Explosions in the sky, Sigur ros, 65daysofstatic,...

@Meisterbrau: Mehr zu Post-Rock hast du hier, scheint aber dann wohl eher nicht deine Musik zu sein, wenn es für dich wie Fahrstuhlmusik klingt, hehe. Muss ja nicht jedem gefallen...

@magicrat: Das mit dem Drum-Lauf von Clocks ist mir noch gar nicht aufgefallen. Und hast du die Songs gleichzeitig laufen lassen um das Tempo zu vergleichen :D? Und live hat es auch gewisse Reize, erste Generalprobe gestern mit Publikum kam sehr gut an (Drums vom PC zwingen uns Musiker schnell dazu Fehler zu vermeiden, grinz). Danke für das Lob...
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Beitragvon Miss*Sunflower » 28.09.07 17:54

Slotti hat geschrieben:Und hast du die Songs gleichzeitig laufen lassen um das Tempo zu vergleichen?

dafür gibts doch genug Tool ;)


Prinzipiell find ichs gar nicht mal so schlecht. Auf Dauer aber zu melancholisch ;)
Naja, ihr könnt da ihr keinen Drummer habt gut zu Hause proben, bzw. habt viel Platz auf der Bühne, jedoch find ich, dass n Drummer in ne Band gehört. Aber kommt ja auch immer auf den Stil an. Wir haben jetzt endlich nen Drummer, und da merkt man, was einem ohne fehlt. ;) Ist halt jedem selbst überlassen, ob er die Konserve nutzt oder net. Ich find komplett live besser, jedoch wie gesagt: Geschmackssache.
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Beitragvon Slotti » 28.09.07 18:38

Ursprünglich wollten wir ja auch nen Drummer, bin selber auch dafür und ermöglicht viel mehr Dynamik bei Konzerten. Wir haben nur leider keinen gefunden, der sich in die Band und die schon vorhandene Richtung einfügen konnte (und es waren einige da). Und weil wir die Ideen nicht einfach so fallen lassen wollten blieb nur noch ein DrumPC.Wir sind mittlerweile sehr zufrieden damit, und es eröffnet Möglichkeiten und Schlagabfolgen, die ein Drummer nicht hinbekommen kann (zumindest kein zweihändiger). Ich mag beides. Melancholisch? JA! Das ist eben unser Stil... :wink:
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Beitragvon Miss*Sunflower » 28.09.07 18:54

Slotti hat geschrieben:Melancholisch? JA! Das ist eben unser Stil... :wink:


ist ja auch vollkommen in ordnung :)
klar, hier in aachen findest du viele bands, die gerne metal o.ä. spielen/spielen wollen. wir hatten auch probleme einen zu finden. nun haben wir einen lehrer, der zwar jetzt der älteste ist, aber dennoch jungeblieben. außerdem hat er einfach die jahrzehnte band- und musikerfahrung, dass das einfach gut ist und wir so auch noch viel lernen können.
nur ohne drums gehts halt nicht, das ist klar. :)

mal gucken, wenn ichs nicht vergesse und zeit hab, dann komm ich vielleicht mal vorbei.
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Beitragvon wyverex » 29.09.07 00:35

Ich hab mal aus Versehen die Red Sparowes und Blood and Time Live gesehen. Grässlich! Meisterbrau hat einfach Recht mit dem was er sagt. Postrock ist weit davon entfernt irgendwie zu rocken. Die Musik ist total ziellos und plätschert nur vor sich hin. Ich werd davon irgendwie genervt bis aggressiv.
Und kurz zur Metaller/Drummer in Aachen Sache:
Die meisten "Metal"-Drummer in Aachen die es gibt, sind Muschis und/oder Nichtskönner. Wollen also entweder keinen richtigen Metal machen und/oder können es gar nicht. Glaubt mir, ich sprech da aus Erfahrung. Das Problem ist nicht, dass zu viele Drummer hier Metal wollen. Das Problem sind die Drummer an sich, allesamt.
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Beitragvon Miss*Sunflower » 29.09.07 01:33

wyverex hat geschrieben:..Glaubt mir, ich sprech da aus Erfahrung....


das glaub ich dir. Bei deiner Musik ist es aber auch schwer jem. zu finden, der es drauf hat, oder? Ich muss sagen, wenn das Gegrunze nicht wäre, könnte ich es sogar als Musik (meiner Definition) gelten lassen! ;)
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Beitragvon wyverex » 29.09.07 01:36

Spieltechnisch gesehen ist das was ich höre meistens wesentlich anspruchsvoller als z.B. Postrock, erst recht jedoch als Pop/Rock. Arrangementtechnisch kommt das wiederum stark auf die jeweilige Band an. Außerdem ist es ja nicht so als würde ich keine andere Musik hören. Ska, Jazz & Stuff is just fine. Nur wenn hart, dann richtig brutal. Kein Eierkneifer-Gesang und kein Frauengesang. Geschrei bei dem man den Hass und die Aggressivität auch hört. Alles andere ist lauwarm.
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Beitragvon Miss*Sunflower » 29.09.07 02:06

wyverex hat geschrieben:Spieltechnisch gesehen ist das was ich höre meistens wesentlich anspruchsvoller


das meinte ich ja auch damit, dass ich es dann als Musik "durchlasssen gehen würde". Hab mich ja auch nur auf den Link bezogen, den du mal hier ins Forum gestellt hast. Da sieht man ja auch, dass das was ihr spielt nunmal spieltechnisch anspruchsvoll ist. Aber gut, dass es ja verschiedene Geschmäcker gibt, wäre ja sonst auch langweilig.
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Beitragvon Slotti » 29.09.07 13:34

Spieltechnisch anspruchsvoller kann auf jeden Fall sein, aber das ist ja normalerweise nicht das Hauptziel. Und das was ihr (@wyverex) macht gefällt mir auch, nur mit dem "Gesang" kann mich auch nicht so anfreunden. Ich würd dann schon eher so etwas im James M. Keenan Style bevorzugen. Womit wir bei Tool ja spieltechnisch (meiner Meinung nach) jetzt auf einem ziemlich hohen Niveau sind...
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Beitragvon magicrat » 30.09.07 12:39

"Die Musik ist total ziellos und plätschert nur vor sich hin" klingt irgendwie ziemlich ignorant... das is nunmal nen Stilelement dieser Musikrichtung (wie in der Beschreibung unten ja auch steht)... nur weil sich was langsam aufbaut, isses noch lange nich ziellos.
PostRock und Metal sind nunmal 2 verschiedene Untergenres (Alt/Indie-Rock gegen Hard Rock), kommt aber beides aus der Sparte Rock und liegt dort auch ziemlich nah beieinander, sooo unterschiedlich kann das alles also gar nich sein (obwohl das das Ehrgefühl sehr vieler Metaller aus Prinzip immer sehr hart trifft ;) )
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Beitragvon wyverex » 30.09.07 18:42

Also die beiden Genres die ich am meisten höre sind halt Death Metal und GrindCore. Bands wie Nile, Cannibal Corpse, Job For A Cowboy oder Nasum.
Und magicrat hat zwar Recht wenn er sagt das sich das aus dem selben Obergenre entwickelt hat, aber das ist eher historischer und viel weniger systematischer Natur. Und ich halte das sehr typisch wie Informatiker bzw. Naturwissenschaftler das tun, also systematisch und nicht historisch.
Tatsache ist dabei, dass die Intentionen (welche ich für besonders wichtig halte wenn man sich über Genres unterhält) der Musizierenden der beiden Stile ziemlich weit auseinander driften. In der Hinsicht liegen Death Metal und Punk oder Hardcore schon wesentlich näher aneinander. Ganz konkret spreche ich dabei von Aggressivität. Die kann ich bei Postrock beim besten Willen nicht spüren. Das ist jetzt nicht negativ gemeint, bloß eine Feststellung.

Jedenfalls führt uns dieses ganze Systematik-Gequatsche zu einem weiteren wichtigen Punkt. Nämlich das Postrock sich vielleicht aus Rock entwickelt hat (historisch und so), allerdings mit den Intentionen der Rocker meistens weniger gemein hat.
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Beitragvon Meisterbrau » 30.09.07 20:04

wyverex hat geschrieben:Jedenfalls führt uns dieses ganze Systematik-Gequatsche zu einem weiteren wichtigen Punkt. Nämlich das Postrock sich vielleicht aus Rock entwickelt hat (historisch und so), allerdings mit den Intentionen der Rocker meistens weniger gemein hat.


genau das war es eben was mich an dem begriff störte. ich hab das halt auch eher von meinem standpunkt und aus einer systematischen sichtweise gesehen.
für mich sollte eben alles was "Rock" im Namen trägt vor allem "rocken" - eben ein gewisses Tempo, eine gewisse Lautstärke und eine gewisse Aggressivität mit sich bringen. Natürlich gibt es hier abstufungen, klar, auch im Hardcore findet man Melodielastigere Teile etc, aber Musik, bei der die oben genannten eigenschaften nicht mal ansatzweise vorhanden sind, beißt sich halt einfach in meinen Augen mit dem Begriff.

Es ist sicherlich auch zu einem nicht unerheblichen Teil "gefühlsbedingt" - für mich fühlt sich eben das was man sich auf der seite anhören konnte nicht mal im entferntesten wie irgendetwas an, dass den Namen "Rock" tragen sollte.
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