Infos für Linux-Neuling

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Infos für Linux-Neuling

Beitragvon Miss*Sunflower » 06.07.07 16:45

Hallo Leute,

hab mir mal überlegt, nochmal den Versuch zu wagen, mich mit Linux auseinander zu setzen. Nun würde ich gerne wissen, welches OS ich verwenden sollte. Hab gelesen, das Ubuntu gut für Anfänger ist. Welches würdet ihr mir empfehlen? das normale, xubuntu, k ubuntu? Wichtig ist mir, dass die grafische Oberfläche da ist, denn ich werde mic herst langsam an die Konsole heranwagen!
Für hilfreiche Tipps wäre ich dankbar,

Lieben Gruß,
Andrea :)
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Beitragvon AGo » 06.07.07 16:55

na da haste ja mal wieder ne Bombe gezündet ;)

ubuntu kommt von Haus aus mit einer grafischen Oberfläche, und würde ich persönlich auch für Einsteiger empfehlen.

Die verwendete Oberfläche macht genau den Unterschied zwischen den Distris aus:

ubuntu - gnome
kubuntu - kde
xubuntu - Xfce (ressourcensparender, aber imho nich so doll)


gnome oder kde ist genauso wie pepsi oder coke - alles eine Frage des Geschmacks, und nichts sons.

Ich mag die KDE lieber, aber auch nur, weil ich damit auch angefangen hab ;)

In diesem Sinne eine Bitte an alle: Konstruktive Diskussion ok, aber kein rumgebashe gegen die div. manager ;)
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Beitragvon Coolcat » 06.07.07 17:00

Ich bin begeisterter Fedora-Nutzer, allerdings hier im Forum soweit mir bekannt der einzige ;)
Die meisten nutzen in der Tat Ubuntu. Ich selbst hab mich auch mal daran versucht, aber es weigert sich bei mir zu laufen...kA wieso, konnte mir auch keiner bei helfen.

Generell
Viele Distributionen bieten sog. LiveCDs an. Man braucht also einfach nur eine CD/DVD einlegen und das komplette System bootet von der CD. Ist natürlich vergleichsweise lahm aber die Festplatte bleibt unverändert. Zum ausprobieren also ideal. :)
Wenn man sich dann entschließt das System zu installieren, klickt man einfach auf ein Icon auf dem Desktop.

Graphische Oberfläche
FÜr Linux gibt es viele verschiedene graphische Oberflächen (also das Ding was die Fenster rendert usw...)
Für den Anfang solltest du entweder KDE oder Gnome benutzen. Ich persönlich mag KDE lieber als Gnome, aber zu dem Thema gibt es ganze Glaubenskriege.

Solltest du dich für die KDE-LiveCD von Fedora 7 entscheiden kann ich dir sagen welche Dinge du noch installieren/umstellen solltest. (beispielsweise Firefox und das deutsche Sprachpaket installieren)

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Beitragvon TBAA » 06.07.07 17:18

Mandrake und Suse sind 2 weitere Anfänger Distributionen. Ich finde noch mehr als das momentan in den Medien aktuelle Ubuntu. Beide haben Live CDs einfach mal ausprobieren
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Beitragvon oxygen » 06.07.07 17:19

Ich persönlich empfehle Anfängern meist SuSE. Unverändert gefällt es besser als Ubuntu, da bei Ubuntu standardmäßig doch sehr viele Einstellmöglichkeiten, Optionen etc deaktiviert. Das ist für Einsteiger zwar vielleicht übersichtlicher, aber nach wenigen Tagen nervt es. Außerdem habe ich den Eindruck, dass die Hardwareerkennung und Treiber Unterstützung bei SuSE besser ist. Insbesondere ist z.B. die Installation der NVIDIA Treiber deutlich einfacher.
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Beitragvon Miss*Sunflower » 06.07.07 18:16

SUSE hatte ich mal, aber kam auf anhieb nicht wirklich wirklich damit klar..mag auch daran liegen, dass ich mich nciht wirklich lange damit auseinandergesetzt habe.
Ich glaub die sache mit den Live-CDs ist ne gute Sache, werde ich wohl mal auspobieren.
Wie sieht es aus mit ATI Treibern? Hatte mal von Schwierigkeiten gehört?!?
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Beitragvon Martin » 06.07.07 18:17

Miss*Sunflower hat geschrieben:Wie sieht es aus mit ATI Treibern? Hatte mal von Schwierigkeiten gehört?!?


Die Treiber von ATI sind (angeblich) schlechter als die von nVidia. Sind aber beide propietär, am besten fährt man halt mit Opensource-Treibern.
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Beitragvon oxygen » 06.07.07 18:31

mister_nu hat geschrieben:Die Treiber von ATI sind (angeblich) schlechter als die von nVidia. Sind aber beide propietär, am besten fährt man halt mit Opensource-Treibern.

Ja sind sie. Für neue Grafikkarten bekommt man teilweise erst Monate später einen funktionsfähigen Treiber. Im Vergleich zu den Nvidia Treiber ist der Performance Verlust unter Linux gegenüber Windows deutlich größer. Außerdem harmonieren die NVidia Treiber besser mit beryl. Die OpenSource Treiber sind ja schön und gut, für 3D Anwendungen/Spiele aber gar nicht bis kaum nutzbar. Das trifft sowohl auf ATI als auch NVidia zu.
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Beitragvon rootnode » 06.07.07 18:31

Also, zumindest unter dem aktuellen Ubuntu sind die proprietären ATI Treiber verdammt einfach zu installieren. Funktioniert auch alles ohne den Treiber mittles vesa o.ä., aber wenn du 3D-Support brauchst, biste da auf der sicheren Seite bei Ubuntu.
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Beitragvon theTux » 06.07.07 18:43

Miss*Sunflower hat geschrieben:Wie sieht es aus mit ATI Treibern? Hatte mal von Schwierigkeiten gehört?!?

Kommt darauf an. Ich habe im Moment OpenSuSE 10.1 und eine RadeOn 8500, die läuft einwandfrei mit den beiliegenden Treibern. (Wobei die Treiber angeblich zu einer anderen Karte gehören - hab' einfach die nächstliegende genommen.)
3D musste nur einmal aktiviert werden und lief sofort, bisher ohne Probleme. (Gilt für SuSE 9.3, SuSE 10.0 und OpenSuSE 10.1)

Wie das bei anderen Karten ist, weiß ich nicht.
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Beitragvon heipei » 06.07.07 19:26

AGo hat geschrieben:gnome oder kde ist genauso wie pepsi oder coke - alles eine Frage des Geschmacks, und nichts sons.


nur dass das eine einen grossteil mehr kalorien als das andere hat in diesem fall ;)

ich hab letztens mal xubuntu probiert (weil ich schnell was laufen haben musste). ganz ok, im endeffekt auch nur debian. hab nach 2 stunden allerdings alles mit gnome-* und xfce-* usw deinstalliert und ion3 und andere uebliche programme installiert, das geht also auch, nur weil man mit sowas wie xfce anfaengt heisst es nicht dass man den muell nicht runter schmeissen kann sobald man merkt dass man damit um den faktor 10 langsamer arbeitet ;)

mein tip: xubuntu oder aehnliches einfach mal probieren. gparted kann inzwischen auch zerstoerungsfrei ntfs/fat resizen so dass du den freien platz deiner windows-partition nutzen kannst
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Beitragvon Coolcat » 06.07.07 19:29

Bei ATI-Karten gibt es aktuell Probleme, weil irgendwie die aktuelle x.org-Version nicht unterstützt wird.
http://www.fedorablog.de/archives/303-F ... -8.39.html

Standardmäßig ist meist der OpenSource Treiber installiert, der zwar wunderbar funktioniert, aber eben kein 3D kann.
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Beitragvon kb » 06.07.07 19:49

Coolcat hat geschrieben:Bei ATI-Karten gibt es aktuell Probleme, weil irgendwie die aktuelle x.org-Version nicht unterstützt wird.
http://www.fedorablog.de/archives/303-F ... -8.39.html

vielleicht sollte dazu noch erwähnt werden, dass dies die Fedora7 und die aktuelle Treiberversion betrifft. Sofern man keine "relativ aktuelle" GraKa hat, kann man da mit älteren Treibern (z.b. ver. 7xx) auch arbeiten.
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Beitragvon Tempest » 06.07.07 22:36

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Beitragvon redmaniac » 07.07.07 08:36

Also bei ATI Karten wär ich mit Linux vorsichtig... ich hab selber eine ATI in meinem Notebook und damit bisher relativ viel arbeit gehabt (sowohl unter Ubuntu als auch unter Suse).

Code: Alles auswählen
Also, zumindest unter dem aktuellen Ubuntu sind die proprietären ATI Treiber verdammt einfach zu installieren. Funktioniert auch alles ohne den Treiber mittles vesa o.ä., aber wenn du 3D-Support brauchst, biste da auf der sicheren Seite bei Ubuntu.


Das stimmt und ist echt praktisch... hat nur leider bei meiner ATI nicht funkitoniert (was aber am Treiber lag, nicht an Ubuntu).

Würde sonst auch eher Ubuntu empfehlen (einfach weil ich selber damit relativ gut fahre), aber hab auch lange Zeit Suse benutzt... ich würde jetzt mal dreist behaupten, dass die sich für den Anfängerbereich nicht viel tun, auch wenns beim Systemaufbau leichte Unterschiede gibt (runlevels etc).
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