Studi-VZ

Alles, was sonst nirgendwo reinpasst

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Beitragvon Tommytb » 20.02.07 14:53

Hmm, wieso bin ich nich auf die Idee gekommen?

Habe grad im Radio gehört, dass das Studivz für **85 MIO €** von den Machern verkauft wurde... als ich allerdings mal bei Google was gesucht hab, bin ich auf folgenden Artikel gestoßen... habe ihn zwar nur halb gelesen, aber die Grundidee dahinter wird trotzdem klar... lest ihn euch mal durch...

http://www.blogbar.de/archiv/2006/12/04/deine-absolut-vollkommen-harmlosen-daten-bei-studivz/
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Re: Studi-VZ

Beitragvon foogy » 20.02.07 15:11

Tommytb hat geschrieben:Hmm, wieso bin ich nich auf die Idee gekommen?

Habe grad im Radio gehört, dass das Studivz für **85 MIO €** von den Machern verkauft wurde... als ich allerdings mal bei Google was gesucht hab, bin ich auf folgenden Artikel gestoßen... habe ihn zwar nur halb gelesen, aber die Grundidee dahinter wird trotzdem klar... lest ihn euch mal durch...

http://www.blogbar.de/archiv/2006/12/04/deine-absolut-vollkommen-harmlosen-daten-bei-studivz/


Ist jetzt aber auch nicht sooo furchtbar überraschend. Einfacher als bisher wurde es Firmen noch nie gemacht, Informationen über potentielle Mitarbeiter zu finden. Wenn ich so eine Entscheidung treffen müsste, dann würde ich heutzutage zumindest mal 15min durchs Web stöbern, zumindest für die Kandidaten, die in die engere Wahl gerückt sind. Allerdings ist man dann nicht unbedingt schlauer als vorher, denn auch Web-2.0-freie Kandidaten sind ja nicht automatisch Vorzeigekandidaten, nur weil über sie nichts öffentlich bekannt ist. Der Schuss kann also auch nach hinten losgehen.

So oder so, eine falsche Entscheidung beim Einstellungsgespräch kann schnell teuer werden. Aber das wurde ja im Artikel auch dargestellt...
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Beitragvon kb » 20.02.07 16:02

Ich weiß nicht warum da so ein Trubel gemacht wird, wenn Firmen die Plattform zu Entscheidungszwecken nutzen. Ich find das sehr harmlos.
Bei Payback-Karten wird auch nichts anderes gemacht. Die werden auch nur zu marktstrategischen Zwecken benutzt, und da sind afiak sogar immer Adresse und Geburtsdatum bei! Warum beschwert sich da keiner?! ;]
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Beitragvon wyverex » 20.02.07 16:09

Ich finds eigentlich auch halb so wild.
Insbesondere verstehe ich den Trubel um diese "Nazipostille" nicht. Ich finde die Idee, die der Kerl da hatte, äußerst amüsant und man muss Eier in der Hose haben um sowas mal zu tun. Wem tritt man damit denn heute noch ernsthaft auf die Füße? Die Leute die sich beschweren sind selbst gar nicht betroffen.
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Beitragvon foogy » 20.02.07 16:12

kb hat geschrieben:Bei Payback-Karten wird auch nichts anderes gemacht. Die werden auch nur zu marktstrategischen Zwecken benutzt, und da sind afiak sogar immer Adresse und Geburtsdatum bei! Warum beschwert sich da keiner?! ;]

Wohl, weil es dabei nicht um solch existentielle Dinge wie einen guten Job geht. Wobei ich Kundenkarten strikt ablehne. Da brauchste ja mittlerweile min. 10 Stück von.
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Beitragvon fw » 20.02.07 16:22

Datenschutz und Privatssphäre ist eh nur was für Leute, die was zu verbergen haben...
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Beitragvon Tommytb » 20.02.07 16:30

fw hat geschrieben:Datenschutz und Privatssphäre ist eh nur was für Leute, die was zu verbergen haben...


hoho, da will aber wer provozieren 8) Nunja... ich sehs ein wenig anders...
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Beitragvon fw » 20.02.07 16:33

Tommytb hat geschrieben:Nunja... ich sehs ein wenig anders...


Dann schaltest du vielleicht den Ironiedetektor mal ein :-)
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Beitragvon padde » 20.02.07 16:57

fw hat geschrieben:Datenschutz und Privatssphäre ist eh nur was für Leute, die was zu verbergen haben...


:lol:


Naja, was das Studivz bzw. den Artikel angeht: Der Artikel ist insofern ganz
nett, weil man so mal eher drauf kommt sich nähere Gedanken zu machen,
wofür die Daten, die man dort zugänglich macht verwendet werden können.
Insgesamt find ich die Betrachtung aber viel zu einseitig. Wurde ja hier auch
schon angesprochen: Leute, über die nichts in Erfahrung zu bringen ist,
haben bei dem Jobbeispiel mit Sicherheit auch keine erhöhten Chancen.
Wichtig ist imo nur, dass man selbst drauf achtet, was man für Informationen
preisgibt und insofern ist das Studivz mit Sicherheit harmloser als beispielsweise
die Paybackkarten.

Kritischen Umgang mit dem StudiVZ finde ich absolut super, aber man muss
halt auch sehen, dass das Konzept einfach wunderbar funktioniert und auch
nicht umsonst so gut angenommen wurde.


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Beitragvon fw » 20.02.07 17:00

ich denke solche Social Networking Sachen funktionieren so gut weil 99% der Leute nicht klar ist, dass da Data Mining im ganz großen Stil abläuft (oder weil es ihnen egal ist)

Wenn den Leuten das Missbrauchpotential bewusster wäre dann würden solche Seiten auch nicht so hemmungslos mit personenbezogenen Daten gefüttert werden imho
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Beitragvon kb » 20.02.07 17:17

sehe ich auch so @fw
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Beitragvon Alexander Urban » 20.02.07 19:12

Ich denke, bei Ingenieuren, Technikern, Informatikern etc. kann es sich keine Firma erlauben, Leute nur wegen ein paar Kleinigkeiten wie falscher Gruppenzugehörigkeit oder falschem Musikgeschmack sausen zu lassen... dazu gibt es zu wenige Ingenieure, Techniker, Informatiker...
Nicht der Staat gewährt den Bürgern Freiheit, sondern die Bürger dem Staat Einschränkungen ihrer Rechte.

Kontrollierende und inhaltlich wertende Eingriffe in eine technologisch neutrale Infrastruktur sind eine Gefahr für den freiheitlichen Rechtsstaat.
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Beitragvon Cass » 20.02.07 19:34

fw hat geschrieben:ich denke solche Social Networking Sachen funktionieren so gut weil 99% der Leute nicht klar ist, dass da Data Mining im ganz großen Stil abläuft (oder weil es ihnen egal ist)

Wenn den Leuten das Missbrauchpotential bewusster wäre dann würden solche Seiten auch nicht so hemmungslos mit personenbezogenen Daten gefüttert werden imho


Natürlich wird der Durchschnittsperson die Missbrauchsmöglichkeiten nicht komplett einschätzen können, aber ich weiß, dass zumindest in meinem Umfeld bisher noch immer zu hören war: Die Vorteile überwiegen die Nachteile.
Selbst wenn irgendjemand dann weiß, welche Musik ich höre, Filme ich gucke, etc, ist es für viele doch deutlich interessanter, nochmal Leute wiederzusehen, nen bißchen in Erinnerungen zu schwelgen - Und teilweise sogar zum ersten Mal seit langem wieder eine Kontaktmöglichkeit haben. IM, aber auch Mail nutzen dann doch einige Leute kaum, studivz allerdings schon. (Wiederrum Erfahrung im Umfeld)

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Beitragvon theTux » 20.02.07 20:05

kb hat geschrieben:Bei Payback-Karten wird auch nichts anderes gemacht. Die werden auch nur zu marktstrategischen Zwecken benutzt, und da sind afiak sogar immer Adresse und Geburtsdatum bei! Warum beschwert sich da keiner?!

Das stimmt so nicht. Es gab durchaus mehrere Fälle, wo Experten vor genau dieser Karte gewarnt haben. Das ist dann meistens in Verbrauchersendungen gesendet worden. Der Unterschied zu der StudiVZ-Sache ist, dass die Kritik am StudiVZ etwas effizienter verbreitet wird und mehr Diskussionen ausgelöst hat, als es die Verbrauchersendungen schaffen könnten.

Außerdem dürfte hinter der Payback-Karte eine etwas finanzstärkere Lobby stehen....
Stur lächeln und... oh, falscher Pinguin.
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Beitragvon fw » 20.02.07 20:10

Cass hat geschrieben:Selbst wenn irgendjemand dann weiß, welche Musik ich höre, Filme ich gucke, etc


Und was ist wenn derjenige weiss was du mit deinen Freunden für private Nachrichten schreibst? Oder ganz genau sehen kann mit wem du befreundet bist?

Ich finde das durchaus bedenklich und ich finde auch wenn man im ersten Moment denkt "mir doch egal was die über mich wissen" sollte man da ruhig mal ein wenig drüber nachdenken..
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