von tromba_marina » 13.04.08 16:01
Eine definitive Entscheidungsmöglichkeit fällt mir auf die Schnelle nicht ein, aber man kann sich ein paar Kriterien überlegen:
Zunächst sei n ein Produkt von Primzahlen, in dem mindestens einer der Primfaktoren mehrfach vorkommt, z.B. die Primzahl p. Dann setze a als die Restklasse (n/p) + nZ. Offenbar ist dann a^3 die Nullrestklasse, da (n/p)^3 von n geteilt wird. Also a^3 = 0^3 im Restklassenring, und die Abbildung ist nicht injektiv.
Es bleibt der Fall zu betrachten, dass n quadratfrei ist (kein Primfaktor kommt mehrfach vor).
Sei zunächst n prim, d.h. der Restklassenring ein Körper.
Wenn 3 die Ordnung der Einheitengruppe (also n-1) teilt, dann gibt es Elemente der Ordnung 3, also ist die Abbildung nicht injektiv.
Angenommen, 3 teilt nicht n-1. Dann wähle ein Element a, das die Einheitengruppe erzeugt (d.h. ein Element der Ordnung n-1) -- ihr lernt in LA oder Diskrete Strukturen, dass es das gibt und dass alle zu (n-1) teilerfremden Potenzen davon (insbesondere a^3) ebenfalls die gesamte Einheitengruppe erzeugen. Es gilt Z/nZ = {0, a, a^2, ..., a^(n-1) = 1}. Bildet man die 3-ten Potenzen, erhält man die Menge {0, a^3, (a^3)^2, ..., (a^3)^(n-1)}. Da a^3, wie oben erwähnt, wieder Ordnung n-1 hat, ist das wieder Z/nZ, d.h. die Abbildung ist surjektiv und wegen der Endlichkeit der Menge damit auch injektiv.
Den ersten der beiden Schlüsse kann man verallgemeinern auf die Einheitengruppe eines allgemeinen Restklassenrings Z/nZ (n ab jetzt nicht prim). Es gibt (auch das kommt in LA oder dann in Diskrete Strukturen) phi(n) Einheiten im Restklassenring, die für sich genommen eine Gruppe bilden. Teilt 3 die Zahl phi(n), dann gibt es dort ein Element a der Ordnung 3, und wieder ist a^3 = 1^3 = 1 und die Abbildung nicht injektiv.
Offen bleibt noch: was ist, wenn n ein Produkt paarweise verschiedener Primzahlen ist, und das phi(n)-Kriterium nicht hilft.
Zum Beispiel n = 2*3*5 = 30: phi(30) = 8 hat 3 nicht als Primteiler. Tatsächlich ist die Abbildung in diesem Fall injektiv. Ist das immer so? Wenn jemand Ideen hat, immer her damit.
In jedem Körper der Charakteristik 3 (F3, F9, F27, ...) ist x->x^3 übrigens sogar ein Automorphismus (Frobeniusautomorphismus), also insbesondere injektiv. Von diesen Körpern ist aber nur F3 über Z/3Z als Restklassenring konstruierbar.