kb hat geschrieben:Genausowenig ist sie dafür da, Interessenten eine Abschlussmöglichkeit zu verwehren, weil sie nicht auf Anhieb oder nur mit Schwierigkeit alles verstehen.HE hat geschrieben:Eine Uni ist nicht dafür da, dass jeder, der irgendwie seine allgemeine Hochschulreife erreicht hat, durch das Studium geprügelt wird.
Naja, irgendwo muss man eine Grenze ziehen, wieviel die Uni den Leuten abnehmen soll und wann man zum Abbruch zwingen sollte. Im Allgemeinen ist die 3-Versuche-Regel eigentlich ganz OK (gerade auch mit den mündlichen Prüfungen, die Leute mit Prüfungsproblemen retten können). Wenn aber jemand eigentlich nichts im ersten Anlauf besteht, oder zumindest fast nichts, sollte da eigentlich schon eine administrative Grenze gesetzt werden.
Um zum konkreten Anlass zurückzukommen: Ich glaube dass Stocha eine reine Fleißarbeit war. Jeder mit ausreichend mathematischen Verständnis für ein Info-Studium konnte diese Klausur bestehen, wenn da etwas Zeit reingesteckt wurde. Es war nichts in der Klausur, was unerwartet war, es gab keine Aufgaben mit einer kreativen Eigenleistung, man musste sich nicht viel merken - wirklich alles machbar, wenn man die Energie da reingesteckt hat. Wer trotzdem nicht bestanden hat, muss entweder ein Motivationsproblem haben oder sollte nochmal darüber nachdenken, ob das Studium der Informatik nicht vielleicht die falsche Idee war.
kb hat geschrieben:Du solltest das nicht so verallgemeinern, da es sich ja momentan nur auf das Grundstudium bezieht. Sehr viele müssen durch für sie evtl uninteressante oder schwierige Veranstaltungen durch, um letztendlich im Hauptstudium das studieren zu können, was sie interessiert und was sie auch können oder können wollen.HE hat geschrieben:Das hilft weder den Leuten, die dann am Studium scheitern (oder es fast tun) und dann ewig darunter leiden, noch der Lehre, die zwangsweise irgendwie versucht dem entgegen zu kommen.
Sicherlich spielt das auch eine Rolle. Das Informatik-Diplom ist in Deutschland eine etwas eigenartige Einrichtung - viele Jobs, die man ohne es garnicht bekommen kann, haben rein garnichts mit den Studieninhalten (insbesondere des Grundstudiums) zu tun. Im Prinzip ist das ganze eine leichte Fehlkonstruktion, die deutlicher theoretischer ausbildet, als dann am Ende auf dem Arbeitsmarkt gewünscht ist. Super ist das natürlich für den wissenschaftlichen Nachwuchs an den Unis, der es mit einem praktischer orientierten Studium deutlich schwerer hätte. Mittlerweile wird das ja auch durch diverse Abwandlungen (Angewandte Informatik, ...) ergänzt, was bestimmt keine schlechte Idee ist.
Meine Aussagen von gerade beziehen sich auch rein garnicht auf irgendwelche Dinge die mit einem Beruf in der IT-Branche zu tun haben - man kann dort unheimlich gut und erfolgreich sein und trotzdem von einem Informatik-Studium überfordert sein. Es geht mir allein darum, dass das Info-Studium einen gewissen Spaß an Theorie, Abstraktion und Gedankenspielen braucht. Wer sowas nur trocken und langweilig findet, kann sich nur schwerlich dazu motivieren, sich den Krams in den Kopf zu hämmern.
kb hat geschrieben:Das mit der StuBe ist ne gute Sache, aber da müsste man schon viel weiter zurückgehen, als nur bis zur "nach-Abi-Zeit"
Das unterschreibe ich sofort. Wobei der Online-Eignungstest, der in Progra im ersten Semester erzwungen wurde ziemlicher Schrott war. Jedenfalls fand ich die Ergebnisse etwas eigenartig


