möglicherweise habe ich gerade ein Brett vorm Kopf (wenn nicht sogar einen ganzen Gartenzaun). Mir tut sich gerade folgendes Problem auf:
Man betrachte die Funktion
(wobei ich unterstelle, dass jeder weiß was ich mit dem ? und dem : meine, auch wenn das keine mathematisch formal gültigen operatoren sind, normalerweise schreibt man da halt diese geschwungene Klammer für)
Die Funktionsgraphen sehen also so aus:
- Code: Alles auswählen
^
|
| __
___|__ ____ f
|______________________>
- Code: Alles auswählen
^
|
|
___|________ g
|______________________>
Soweit so gut. Nun betrachten wir die bestimmten Integrale
HÄ?
Die Fläche unter f unterscheidet sich wie man sich mit einfachen geometrischen Mitteln leicht überzeugt von der unter g. Wie kann aber deren bestimmtes Integral für die gegebenen Grenzen gleich sein?
Ich schätze mal ich hab irgendwo nen kleinen aber wichtigen Punkt irgend einer Definition übersehen, aber ich hab einfach keine Ahnung woran es liegen könnte. Kann mich da jemand erleuchten?
Mein einziger Ansatzpunkt war, dass f eventuell gar nicht Riemann-integrierbar sein könnte, allerdings sehe ich keinen Grund warum dem so sein sollte. Unstetige Funktionen können integriert werden (Integration glättet) solange sie wohldefiniert sind, und wohldefiniert ist f (und g natürlich auch).
Gruß.
P.S.: Für diejenigen die glauben dass es am Sprung bei 2 und 4 liegt: Man kann auch eine Funktion f so finden, dass sie einen solchen Sprung nicht enhält, aber dennoch das selbe Problem liefert. Man ersetze zum Beispiel das Stück zwischen 2 und 4 durch einen entsprechend gestauchten Berg einer Sinuskurve. Man kann sicher sogar eine Teilfunktion so finden, dass sie einen Berg darstellt, aber an den Stellen 2 und 4 nicht einmal eine Unstetigkeitsstelle hervorruft, indem Ihre Steigung dort gegen 0 geht und ihr Funktionswert gegen 1.

