Stellenausschreibung:
Evaluation von Obfuskatoren
Art der Stelle:
Werkstudent oder Bachelorarbeit
Kooperationspartner:
Siemens AG, Corporate Technology
Ansprechpartner:
Prof. Dr. Ulrike Meyer, Research Group IT-Security – http://itsec.rwth-aachen.de/people/prof.-dr.-ulrike-meyer
Beschreibung:
Wird proprietäre Software auf öffentlich zugänglichen Plattformen wie PCs, Mobiltelefonen oder allgemeineren eingebetteten Systemen implementiert, ergeben sich besondere Herausforderungen an die Sicherheit. Angreifer können durch Reverse Engineering die Funktionalität der Software analysieren, um sich das zugrunde liegende Know-how anzueignen oder die Software gezielt zu manipulieren.
Obfuskation (von lateinisch obfuscere: verdunkeln, verwirren) ist eine Methode, mit der sich Software vor Reverse Engineering und gezielter Manipulation schützen lässt. Der Quellcode wird dabei dahingehend transformiert, dass sich kritische Eigenschaften nur noch schwer herauslesen lassen, während die Funktionalität des Codes erhalten bleibt. Idealerweise bietet der Code nach der Obfuskation nicht mehr Information als eine virtual black box; das heißt, jede Information über den Code, die aus seiner obfuszierten Implementierung gewonnen werden kann, kann innerhalb einer angemessenen Zeit auch aus seinem Input/Output-Verhalten hergeleitet werden.
Obfuskations-Tools, sog. Obfuskatoren, sind kommerziell erhältlich und verwenden vielfältige Obfuskationstechniken. In diesem Projekt sollen einige kommerziell erhältliche Obfuskatoren evaluiert werden. Zum einen soll die genaue Umsetzung der verwendeten Techniken analysiert und deren Randbedingungen untersucht werden, etwa die Zunahme an Codegröße und der Verlust an Performance, der durch die Obfuskation zu erwarten ist.
Zum anderen sollen durch den Versuch eines Reverse Engineering von kleinen Codebeispielen Hinweise auf die Qualität der Obfuskation gewonnen werden.
Ausschreibung:
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