honk hat geschrieben: ich muss aber auch sagen, dass informatik für mich nie mehr als studium oder beruf sein wird - ich hab mich nicht bereits vor dem studium besonders mit IT beschäftigt und ich bin diesbezüglich auch nicht besonders leidenschaftlich (was auf keinen fall heisst, dass ich faul bin!!).
Also, ich habe zwar Info in der Schule gehabt, mich sonst aber auch nie in dem Bereich beschäftigt. Das muss man auch nicht gemacht haben um Informatik zu studieren. Viel schlimmer ist es, wenn die Leute ankommen und schon seit Jahren programmieren und denken Informatik=Programmieren.
honk hat geschrieben: ausserdem mache ich jeden tag sport, das kostet mich durchschnittlich 1,5 Stunden/d, die mir zum Lernen fehlen etc.
Dass dir 1,5 Std. zum Lernen fehlen ist - hart gesagt - deine eigene Schuld. Das Informatik-Studium hier an der RWTH ist einfach ein Vollzeitstudium! Du musst dir selbst überlegen, ob es dir wichtig ist wirklich jeden Tag Sport zu machen oder lieber mal darauf zu verzichten und die Zeit in ein Übungsblatt zu investieren. Das heißt nicht, dass du ganz damit aufhören sollst, aber wenn du findest, dass dir diese 1,5 Std. fehlen, dann solltest du überlegen, vielleicht nur noch alle 2-3 Tage Sport zu machen.
honk hat geschrieben:was wären eure empfehlungen? ich möchte auf keinen fall ein zweites mal abbrechen oder zeit verlieren, sondern mein studium zügig abschliessen.
Ehrliche Antwort? Falsche Voraussetzungen. Wenn du dir jetzt schon sicher bist, dass du mit der Informatik nicht glücklich wirst, dann solltest du so schnell wie möglich aufhören. Andererseits kann ich dir sagen, dass die Überforderung im 1. Semester bei fast allen Studis da war und da ist. Evtl. musst du dich einfach nur "einleben" in das arbeitende Studentenleben.
Alles in allem verlierst du nur Zeit (und auch auf später gesehen Freude), wenn du dich nur durch das Studium schleppst, weil du nicht abbrechen willst.
honk hat geschrieben:ich würde zur not auf eine fh gehen, mache mir da aber eher sorgen, dass es mich dort unter umständen (also an bestimmten fhs) unterfordert und in die sinnkrise treibt. gibt es unis, die bezüglich lernaufwand/anforderungen nennenswert hinter der rwth aachen rangieren? (bitte ernste ratschläge/keine angeberei)
Wie das schon klingt...zur Not auch auf eine FH gehen... sorry, ist echt nicht böse gemeint, aber zur Not solltest du nichts machen. Denk daran, dass du (ich schätze dich jetzt einfach mal Anfang 20) noch über 40 Jahre nach deiner Ausbildung diesen Job ausführen musst, wenn man mal so vom 0815-Bürger mit Rentenalten etc. ausgeht. Die FH ist praktischer als die TH. Wenn du nur die Theorie nicht magst, dann wäre das eine Überlegung wert. Wenn du aber auch nicht programmieren willst, etc. dann kann ich dir nur raten komplett an einen Wechsel zu denken.
Ich habe das jetzt alles so drastisch geschrieben, weil es besser ist eine frühe Erkenntnis zu bekommen, als nach jahrelanger "Qual" für einen selbst zu dem Entschluss zu kommen was anderes zu machen und es dann vielleicht nicht mehr so einfach kann.
Wie gesagt, vielleicht liegt ja gerade auch einfach eine Lernkrise bei dir vor und vielleicht solltest du dir einfach mal ein bisschen mehr Zeit und Ruhe gönnen. (Z.B. eben Sport reduzieren). Man muss sich erstmal daran gewöhnen, dass man Vollzeitstudent ist, dieses aber eben nicht nur das "typische Studentenleben" beinhaltet, von dem so viele erzählen, sondern es harte Arbeit ist. Du hast hier einen ganz normalen Arbeitstag, nur dass du dir machen Sachen frei einteilen kannst, was in einer Firma schlecht geht.
Vielleicht schaust du dir das Semester noch in Ruhe an - ich denke Wechseln im Semester ist schwierig - und schaust, was im Februar/März dabei raus kommt. In meinem ersten Semester bin ich oft verzweifelt!
Liebe Grüße,
Andrea