Frage bezüglich dem Studium

Allgemeines rund um's Informatikstudium an der RWTH Aachen
[StuBe] Mails aus dem Verteiler der Studienberatung Informatik

Frage bezüglich dem Studium

Beitragvon Mizoo » 10.09.08 16:45

Servus,

Meine Name ist Raphael, ich bin neu hier im Forum und ebenfalls ein neuer Student an der RWTH (juhu Abitur!). Seit einiger Zeit habe ich mich für Informatik an der RWTH Aachen angemeldet und warte eigentlich "nur noch" das das Studium beginnt.

Jedoch kommen mir zweifel auf weil ich langsam Ängste wegen der Mathematik bekomme.
Und zwar stelle ich mir die Mathematik viel zu schwer vor, ich hab angst die Mathematik "nicht zu packen". Ich hatte zwar Mathematik Stark ( 6 Stunden pro Woche ) und komme eigentlich mit dem Mathematik Vorkurs ohne Probleme mit jedoch sagt mir irgendwo ein kleines Gefühl das ich damit Probleme haben werde.

Meine Frage? Ich würde gerne wissen wie die Mathematik tatsächlich ist/wird. Ich starte im ersten Semester und würde gerne Erfahrungsberichte von Studenten bekommen. Ich würde gerne wissen was wirklich auf mich zukommt und mit welcher Geschwindigkeit die Sachen kommen.

Ich liebe Informatik und bin selber Hobby Programmierer, wäre echt schade wenn die Mathematik mir das Studium zerstören würde :[

Ich hoffe auf eine schneller Antwort,

mfg Raphael
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Re: Frage bezüglich dem Studium

Beitragvon fw » 10.09.08 17:22

Mizoo hat geschrieben:Ich liebe Informatik und bin selber Hobby Programmierer, wäre echt schade wenn die Mathematik mir das Studium zerstören würde :[


Informatik hat viel mehr mit Mathematik als mit Programmieren zu tun.. Ob einem das gefällt oder nicht sei jedem selbst überlassen. Klar, Mathe an der Uni ist eine ganze Ecke schwerer als in der Schule, aber das ist alles machbar. Lass dich nicht entmutigen! Manchen Leuten macht es sogar Spass (hab ich gehört) ;-)
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Re: Frage bezüglich dem Studium

Beitragvon HE » 10.09.08 17:29

fw hat geschrieben: Klar, Mathe an der Uni ist eine ganze Ecke schwerer als in der Schule, aber das ist alles machbar.


Das ist garnicht unbedingt so wahr, denke ich. Ich jedenfalls fand Uni-Mathematik in einem gewissen Sinne einfacher, weil viel mehr Denken und viel weniger stumpfes Anwenden gefordert war. Je nach Art mit sowas umzugehen, wird es viel leichter, sich mit dem Krams zu beschäftigen.

Marc
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Beitragvon C-Otto » 10.09.08 17:38

Mach dir keine Mathe-spezifischen Sorgen. Es kommt nicht darauf an, dass du alles verstehst (das schafft so gut wie keiner), sondern dass du begeistert und fleissig genug bist, um vor der Klausur genug verstanden zu haben. Wenn du dich einigermassen schnell in neue mathematische Gedanken einarbeiten kannst und du bereit bist Zeit in das Studium zu investieren, brauchst du vor den Mathevorlesungen keine Angst haben. Du wirst uebrigens auch viele Informatik-Vorlesungen kennenlernen, die dich mathematisch mindestens so sehr fordern wie einige Mathe-Vorlesungen :)

Ciao,
Carsten
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Beitragvon bt » 10.09.08 17:54

Ich bin zwar nun auch noch nicht so ewig hier, aber die meisten reinen matheklausuren hab ich bereits erfolgreich absolviert.
ich selbst hatte im abitur nur n grundkurs und danach 3 jahre ausbildung null mit mathematik zu tun.
der vorkurs hat mich dann doch so manches mal ein wenig gefordert, weil vieles echt in vergessenheit geraten war.

Aber: im studium baut man die mathematik komplett neu auf und sofern man muße hat und sich wirklich durch die übungen schlägt ist das alles definitiv machbar; also bloß keine sorge, nur mein tipp - "hausaufgaben" haben gerade im studium noch mehr daseinsberechtigung als in der schule. :)
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Beitragvon Miss*Sunflower » 10.09.08 18:01

ich kann auch nur daran anschließen: mach die übungen immer mit und am besten in einer kleinen gruppe (oder wenigstens, wenn du nicht mehr weiterkommst, damit ihr euch denkanstöße geben könnt).

wichtig ist, dass du im semester was tust (einige bachelors werden es bei stocha gemerkt haben) und nicht alles auf die 2 wochen vor der klausur schiebst. das ist zwar gerade im ersten semester viel arbeit (und man macht es auch ungerne), aber wenn du diese hinter dich gebracht hast, dann hast du schon einiges geschafft und der rest wird dann auch gut laufen. ich sprech aus erfahrung, denn ich habe das im 1. semester nicht gemacht und hinkte so 1-2 semester hinterher.

letztendlich darfst du dich nicht verrückt machen. wenn du im vorkurs gut klar kommst und auch die geschwindigkeit der vorlesungen halten kannst, dann wird es kein problem für dich sein. der fleiß ist das was zählt!
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Re: Frage bezüglich dem Studium

Beitragvon kb » 10.09.08 19:54

HE hat geschrieben:
fw hat geschrieben: Klar, Mathe an der Uni ist eine ganze Ecke schwerer als in der Schule, aber das ist alles machbar.
Das ist garnicht unbedingt so wahr, denke ich. Ich jedenfalls fand Uni-Mathematik in einem gewissen Sinne einfacher, weil viel mehr Denken und viel weniger stumpfes Anwenden gefordert war.
Naja das ist ja dann eher "angenehmer" und nicht etwa zwingend "einfacher", oder? ^^

Jedenfalls wirst du schnell merken, dass dein ganzes "Schulmathe" innerhalb der 1. Woche abgehandelt wird. Das Tempo ist also etwas schneller, allerdings gewöhnt man sich daran (dazu hilft das 1. Semester ja bei) und es werden andere Lernziele gesetzt, als in der Schule.
Aber wie schon von anderen hier erwähnt, lass dich bloß nicht entmutigen, egal wer was sagt. Geh einfach in die Vorlesungen, mach die Übungen mit und lern im Semester, dann kann im Grunde nichts schiefgehen.
Gute Mathevorkenntnisse sind nicht Voraussetzung zum Bestehen, sondern ein kleiner Vorteil beim Lernprozess.
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Beitragvon shanokee » 10.09.08 20:59

Ich scheiße nur ein wenig klug: "bezüglich" steht mit Genitiv, es heißt also "bezüglich des Studiums".
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Beitragvon oxygen » 10.09.08 22:11

"wenig" ist da die Untertreibung des Jahrhunderts.
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Beitragvon HE » 10.09.08 22:21

Und? Isdochwahr.
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Beitragvon kb » 10.09.08 22:29

eh...muss ja nicht jeder gut (oder überhaupt) Deutsch können, um hier zu studieren. Kannst ja weiter kacken, im Deutschunterricht gäbs für den ganzen Beitrag exkl. Titel keine 4 ^^

btw, nach einem Doppelpunkt schreibt man in Großbuchstaben weiter ;o

--edit--
ah...sry für den Sinnlosbeitrag -_- von mir aus kann ihn ein Befugter löschen
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Beitragvon Marvin » 11.09.08 02:55

Möchte an dieser Stelle noch auf dieses Topic verweisen:
http://www.infostudium.de/viewtopic.php?t=2921
Der Mensch hatte das gleiche Problem und wurde auf 5 Seiten ausführlichst beraten. ;-) Guck dich evtl. da mal durch, ob das nicht auch n'paar Fragen beantwortet.
Ansonsten: Bin keine Matheleuchte, aber bis jetzt ganz gut dabei und kann ehrlich sagen, dass mir das Studium meistens Spaß macht. Also, riskiers; mehr als feststellen, dass es dir nicht liegt, kannst du nicht, und 2 Semester Zeitverlust sind echt kein Weltuntergang.
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Re: Frage bezüglich dem Studium

Beitragvon mirko » 11.09.08 10:40

Mizoo hat geschrieben:Ich liebe Informatik und bin selber Hobby Programmierer, wäre echt schade wenn die Mathematik mir das Studium zerstören würde :[


hallo raphael,

ich hoffe sehr für dich, dass du da nicht die falschen erwartungen an dein studium stellst. vlt interpretiere ich in diesen satz auch zuviel rein, allerdings will ich dich schon mal warnen :P

das informatik-studium an der rwth hat nicht viel mit programmieren zu tun. auf seite 4 der einführungsfolien findest du die übersicht der fächer, die du im studium hören wirst. von etwa 30 veranstaltungen sind 3 (programmierung, hardwarenahe programmierung, softwarepraktikum) veranstaltungen, in denen überwiegend programmiert wird. vlt bekommst du auch noch ein oder zwei wahlplichtfächer aus dem bereich. dann war's das aber auch schon...

der größte teil des studiums beschäftigt sich also erstmal mit ner menge mathematik und theoretischer informatik. wenn du viel programmieren möchtest, solltest du lieber was anderes machen...

das soll jetzt nicht heißen, dass du es auf keinen fall probieren solltest. ich wollte nur deine erwartungen schonmal in die richtige bahn lenken, damit du am ende nicht enttäuscht wirst :P

@kb: ich weiß nicht, was du mit "das erste semester hilft, sich an das tempo zu gewöhnen" - ich fand das erste semester eher abschreckend und habe das gefühl, dass der anspruch danach eher gefallen als gestiegen ist. vlt liegt das aber auch an dem kompletten chaos der einführung des bsc-studiengangs und daran, dass manache lehrstühle wohl noch gar nicht kapiert hatten/haben, dass ihre veranstaltung in ein anderes semester verschoben wurde...
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Re: Frage bezüglich dem Studium

Beitragvon magicrat » 11.09.08 13:15

mirko hat geschrieben:@kb: ich weiß nicht, was du mit "das erste semester hilft, sich an das tempo zu gewöhnen" - ich fand das erste semester eher abschreckend und habe das gefühl, dass der anspruch danach eher gefallen als gestiegen ist. vlt liegt das aber auch an dem kompletten chaos der einführung des bsc-studiengangs und daran, dass manache lehrstühle wohl noch gar nicht kapiert hatten/haben, dass ihre veranstaltung in ein anderes semester verschoben wurde...


Ich glaub, genau das meint er mit "gewöhnen" ;)
Du bekommst im ersten Semester erstmal frontal eins in die Schnauze und merkst, dass Schulnoten nich mal das Papier wert sind, auf dem sie stehen. Besser kann man doch nich ins Studium eingeführt werden.
Wärs andersrum und man hätte 2 Semester rosa Weichspüler-Uni mit kleinen Fleiß-Sternchen auf den Hausaufgaben, um danach dann aus heiterem Himmel mit LA und DiffNum gequält zu werden, wär das für Studenten wie auch Profs ne ziemliche Zeitverschwendung, weil viele dann erst merken würden, dass die Uni nix für sie ist.
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Beitragvon kb » 11.09.08 13:33

jep, danke magicrat ^^
Das 1. Semester ist meistens deshalb so "schwer", weil man sich in Sachen wie Formalitäten, Lerntempo oder Lernengagement erstmal ganz vom Schulniveau umstellen muss. Da hilft der Vorkurs auch schon ein wenig.
Es wurde ja auch schon x-mal erwähnt: Schau dir jetzt/später (je nach dem wie weit du schon bist) mal die Sachen deines 1. Semesters an...

Ich möchte auch noch anmerken, dass Programmieren nicht ganz so unbedeutend ist. Sicher, im Studium selbst taucht Programmieren selten auf. Man kann den Abschluss einfach "durchziehen", aber wenn man mal Praktika, HiWi-Jobs an Lehrstühlen oder bei den ganzen Software-Wettbewerben teilnehmen will (ganz zu schweigen bei Jobs an nicht-Hochschul-Unternehmen), sind Programmierkenntnisse oft nicht wegzudenken (in welche Richtung die Kenntnisse auch gehen mögen).
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