Und ab nach Hessen...

Allgemeines rund um's Informatikstudium an der RWTH Aachen
[StuBe] Mails aus dem Verteiler der Studienberatung Informatik

Beitragvon Alexander Urban » 08.06.08 13:57

Das stimmt, aber es geht ja darum, dass es tatsächlich NICHT so ist, dass jeder die Möglichkeit auf günstig wohnen hat
braucht ja auch nicht jeder! Die große Mehrzahl der Studenten kriegt von ihren Eltern was oder Baföghöchstsätze, wovon man auch auf dem freien Wohnungsmarkt überleben kann.

Es ging mir ja darum, dass man nicht einfach sagen kann "ja, Studigebühren erschweren das Studium nicht, denn man kann ja auch sehr günstig wohnen und müsste somit nicht so viel arbeiten, um über die Runden zu kommen"
Auch vor den Studiengebühren konnte man so billig wohnen. Wer vor den Studiengebühren scharf kalkulieren musste, konnte mit den Studiengebühren ein Darlehen aufnehmen, wenn er erwartete, den Abschluss zu machen und danach Geld zu scheffeln, oder aufhören, wenn er das nicht erwartete. Wie viele den Abschluss gemacht hätten, wenn ihnen das Risiko Schuldenfalle nicht zu hoch gewesen wäre, vermag ich nicht zu beurteilen - das ist auch das eigentliche Problem der Studiengebühren.

denn wie es aussieht können das nicht mal 30% der Studierenden.
Es sind definitiv nicht mehr als 30% der Studierenden bedürftig...

Jedes weitere Wohnheim würde die Lage in den einzelnen Wohnheimen verschärfen, was die Belegung angeht - die Mieten müssten steigen, weil sie bislang auf ganzjährige Vollbelegung kalkuliert sind. Im Moment gibt es in mehreren Wohnheimen nachweislich Leerstand.

Aber es gibt trotzdem genug, bei denen das nicht ist, und man kann die nicht einfach ignorieren finde ich.
Diese Personen haben einfach nicht ihre Hausaufgaben gemacht, sonst hätten sie im Wohnheim einen Platz gefunden. Wenn ich weiß, dass ich sonst weitgehend mittellos dastehe, versuche ich alles, die allergünstigste Bleibe zu finden und einen einträglichen Nebenjob.

Aber das hat meines Erachtens gar nix mit den Studiengebühren zu tun.
Nicht der Staat gewährt den Bürgern Freiheit, sondern die Bürger dem Staat Einschränkungen ihrer Rechte.

Kontrollierende und inhaltlich wertende Eingriffe in eine technologisch neutrale Infrastruktur sind eine Gefahr für den freiheitlichen Rechtsstaat.
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Beitragvon House » 08.06.08 17:11

um das nochmal auf die Studiengebühren zurückzuführen...
wenn es nur um die Frage geht ob Studiengebühren ein Studium verhindern wenn der Wille da ist, muss ich sagen, dass ich denke nein. Wie gesagt, wenn nur die Studiengebühren fehlen vergibt die NRW.Bank Kredite ohne Bonitätsprüfung usw. Und ich glaube wenn man ernsthaft studiert, dann findet man später einen Job, gerade als Informatiker. Dann kann man die 10x500€ = 5000 € + Zinsen auch zurückzahlen.

Was nicht sagen soll die Lage sei allgemein in Ordnung, wenn man davor schon zu wenig Geld zum studieren hat, dann kann es sein, das es mit dem Studieren schwer ist, ehrlich gesagt kann ich das nicht beurteilen. Aber die Studiengebühren ändern meiner Ansicht nach wegen o.g. Argument daran nichts.
Zuletzt geändert von House am 09.06.08 01:52, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon kb » 08.06.08 17:27

Alexander Urban hat geschrieben:Die große Mehrzahl der Studenten kriegt von ihren Eltern was oder Baföghöchstsätze...
Es sind definitiv nicht mehr als 30% der Studierenden bedürftig...
Woher weißt du das, hast du eine Gesamtübersicht vor dir liegen, oder kennst du jeden einzeln?
Es geht ja jetzt auch nicht um Wohnangebote o.Ä. (ist jetzt leider etwas ausgeartet), sondern (wie schon erwähnt) darum, dass irgendwie die Meinung rüberkam, die Studigebühren würden nicht wirklich belastend sein. Die einzigen, die kaum eine Belastung zu spüren bekommen (jetzt, oder später), sind die, die auf Grund schon hoher BAföG-Schulden kaum was vom NRW-Darlehen zurückzahlen müssen.
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Beitragvon Eshmael » 08.06.08 18:08

@Alex Urban: Un du kontrollierst, das die BaföG Elterngeldempfänger nicht ind ie Wohnungen einziehen die die Bedürftigen brauchen?
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