Und ab nach Hessen...

Allgemeines rund um's Informatikstudium an der RWTH Aachen
[StuBe] Mails aus dem Verteiler der Studienberatung Informatik

Beitragvon wyverex, der Weiße » 07.06.08 01:33

kb hat geschrieben:[...]Außerdem gibt es Burschenschaften[...]


Ihr habts gehoert! Auf zu den Burschenschaften!
iddqd
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Beitragvon rootnode » 07.06.08 03:14

kein Kindergeld (was du bekommst)


Wenn man beim Studium halt zu lange braucht....

So, und mit dem Geld woanders hernehmen....super Idee...wenn du irgendwo Geld wegnimmst, muss an der Stelle ja wieder Geld von woanders hin. Und dann biste hier in 1 Jahr am rumheulen wie teuer alles doch geworden ist weil wieder irgendwelche Steuern erhöht wurden.
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Beitragvon Eshmael » 07.06.08 08:46

Ich brauche nicht zu lange.
Ich habe einfach zu spät angefangen.
Und wo ich das Geld wegnehme habe ich klar dargestellt.
Und zwar an Ecken wo es sinnlos ist, das es dort genutzt wird.
Wir haben eine der höchsten Steuerlasten weltweit., und verplempern es an Ecken wo es unsinniger nicht sein könnte.

Erst lesen dann kritisieren.
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Beitragvon mirko » 07.06.08 10:10

Miss*Sunflower hat geschrieben:Du sagst Harz IV ist fast 600€im Monat? Ich komm definitiv mit weniger aus (und das obwohl ich mitterweile mehr Fixkosten habe als zu Beginn des Studiums)! Ich denke, wenn man wirklich Interesse daran hat, dann geht das auch! Man muss dann eben die Konzequenzen ziehen mit weniger (also kleinere Wohnung, nicht immer die teuersten Lebensmittel etc.) klar kommen, aber ich denke das ist gar kein Problem.


und mit welcher argumentation muss ein student, der 60h die woche arbeitet und lernt mit weniger auskommen, als ein hartz-4-empfänger, der einmal die woche zum arbeitsamt geht?
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Beitragvon Miss*Sunflower » 07.06.08 12:22

mirko hat geschrieben:und mit welcher argumentation muss ein student, der 60h die woche arbeitet und lernt mit weniger auskommen, als ein hartz-4-empfänger, der einmal die woche zum arbeitsamt geht?


Das ist wohl deine Einstellung. Wenn du jetzt deinen "Luxus" haben willst, dann beschwer dich nicht über das fehlende Geld. Ich lebe eigentlich ziemlich gut und steck halt ein nur eine kleine Wohnung etc. zu haben, mit dem Wissen einen guten Abschluss zu haben und nachher gutes Geld zu verdienen, dass ich so einsetzen kann, wie ich es nachher brauchen und haben möchte. (Ich werde - hoffentlich - dieses Geld später haben, was bei einem Harz IV-Empfänger wohl eher nicht der Fall sein wird).
Ich sage nicht, dass das jeder Student machen soll, aber für mich ist es vollkommen ok und daher kann ich nur sagen, bevor man eben nur jammert sollte man über solche Alternativen nachdenken, denn scheinbar gehts ja!

Auch wenn für Eshmael "Bildungskredite" keine Alternative ist, gibt es sie auch eben für Leute die kein BAföG bekommen. Und ich denke wenn "arme" Leute studieren wollen müssen sie eben auch über solche Alternativen aufgeklärt werden.
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Beitragvon Eshmael » 07.06.08 13:09

Der "Bildungskredit sieht so aus:

36 Monate 200€ = Schulden 10k.

Nach 48 Monaten (also 1 jahr nach Bachelor ende) musst du zurückzahlen beginnen, und dann gehen die Zinsen nochmal hoch.

Am Ende hast 14-15k Schulden zurückgezahlt.


Aber das ist nicht der springende Punkt.

Es geht um die Studiengebühr, die einen da rein drängt, und die für das wenige was sie bringt viel zu viele (Meta)Kosten generiert.
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Beitragvon rootnode » 07.06.08 13:25

Also, die Studiengebühren sind jetzt nicht gerade so hoch dass die einen in die Armut treiben.
Für Leute die wirklich arm sind gibts ja Bafög und NRW.Bank.
Und wenn man sich die Gebühren wirklich nicht leisten kann, dann hilft man halt groß in der Fachschaft. Da werde die ja ab und an erstattet.
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Beitragvon kb » 07.06.08 13:59

Eshmael hat geschrieben:Wir haben eine der höchsten Steuerlasten weltweit., und verplempern es an Ecken wo es unsinniger nicht sein könnte.
Yep. Es gibt ja immer diese Jahresberichte, wieviel Geld verschwendet wurde. Ich glaube letztes Jahr waren es 35 Mrd. € ...

Imho ist das immer noch nur ein anfänglicher Schritt Richtung "teure Eliteunis". Sowas hat Deutschland noch nicht, jedoch jede Menge EU-Länder, CDU will es, und man muss sich an sowas ja erst langsam antasten (darunter auch die Bennenung der "Elite"-Unis)
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Beitragvon heipei » 07.06.08 18:46

1. Zimmer ab 12m2 (genug zum Leben, ich hab da auch ne Zeit gewohnt) gibt es in Aachen ab 130€ mit allen Nebenkosten. Das Internet kostet dann noch 5€. So ein Kack wie Kuehlschrank, Waschmaschine, Staubsauger, und und und, den ganzen Kleinkram halt, ist _alles_ dabei. Wenn was kaputt geht wird vom Wohnheim der Handwerker bezahlt. So. Das deckt schonmal einen guten Teil deiner Kosten (nicht zu sprechen von der Zeit/Geld die man gewinnt dadurch dass man nicht pendeln muss).
2. Wenn du schon sagst zu spät angefangen haben zu studieren und dann noch deinen ersten Studiengang abbrichst dann kannst du zwar gerne sagen dass du die Studiengebühren nicht ok findest, aber das an deinem Beispiel festzumachen finde ich gewagt...
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Beitragvon oxygen » 08.06.08 00:02

Eshmael, du hast natürlich, dass in Deutschland zuwenig Geld in Forschung und Lehre investiert wird und die Studiengebühren ein Schritt in die falsche Richtung sind. Davon abgesehen sehe ich die generelle Lage der meisten Studenten nicht so kritisch.
Eshmael hat geschrieben:Ich habe ja bei meinen Kosten ganz klar gesagt, das meine Situation außergewöhnlich ist, weil ich kein Bafög kriege (das du bekommst) kein Kindergeld (was du bekommst) keine Wohnung bezahlt bekomme, oder ins Wohnheim kann (was du beides hast).

Genau das ist der Punkt. Dadurch dass du dein erstes Studium abgebrochen hast, ist deine Situation außergewöhnlich. Gerade solche Fälle will der Staat aber nicht födern, was meiner Meinung nach legitim ist. In anderen Ländern wie Finland übrigens auch nicht. Wie du selbst schon in einem anderen Beitrag geschrieben hast, wird dort Unterstützung Leistungsabhängig gezahlt.
In meiner (vermutlich häufiger vorkommenden) Situation komme ich gut zurecht. Ich bekomme einen mittleren Bafögsatz (237 Euro) + HiWi-Lohn für 8h/Woche (330 Euro). Damit lässt es sich leben. Das Kindergeld geht für die Studiengebühren drauf, ok. Aber unterm Strich reicht es deutlich.
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Beitragvon kb » 08.06.08 01:52

Ich glaube auch nicht, dass Eshmael seine Meinung auf Grund seiner persönlichen Situation bildet und kundtut ;]
heipei hat geschrieben:1. Zimmer ab 12m2 (genug zum Leben, ich hab da auch ne Zeit gewohnt) gibt es in Aachen ab 130€ mit allen Nebenkosten. Das Internet kostet dann noch 5€. So ein Kack wie Kuehlschrank, Waschmaschine, Staubsauger, und und und, den ganzen Kleinkram halt, ist _alles_ dabei. Wenn was kaputt geht wird vom Wohnheim der Handwerker bezahlt. So. Das deckt schonmal einen guten Teil deiner Kosten (nicht zu sprechen von der Zeit/Geld die man gewinnt dadurch dass man nicht pendeln muss).
Yep. Aber wie gesagt...gibt es Wohnungen für ca 30000 Studenten in Wohnheimen? Nein. Und so lange das der Fall ist (was i.d.R. IMMER sein wird), kann man das nicht als Argument in der Form von "Man kommt auch günstig weg..also darf das nicht als Gegenargument von Studiengebühren verwendet werden" durchgehen lassen. Denn es ist nur eine große Minderheit (laut StuWe nur "4.352 Bettplätze"), die diese Möglichkeit haben.
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Beitragvon Marco » 08.06.08 03:18

Ist zwar schon etwas her, aber um es noch einmal zu präzisieren:
Eshmael hat geschrieben:Oki ich rechne dir mal Exemplarisch vor. [...]

Wir gehen von 9€ pro Stunde aus, und einem Wochen Monat:
700/9 = 78h = 20h pro Woche.

Du hast noch den berühmten Faktor "4,348" vergessen, mit dem der wöchentliche Lohn multipliziert wird, d.h. 700/9/4,348 = ~18h (wobei ich damit die 700 Euro hier nicht unterstützen will). Ist kein großer Unterschied, aber manchmal zählen auch Kleinigkeiten und summieren sich auf ...

Eshmael hat geschrieben:wie der Excellenzkram. Riesen Bohei für einen Krümel an Zusatzgeldern.

Naja, da ich etwas hinter die Kulissen blicken konnte, würde ich sagen: "riesen bohei" stimmt (v.a. zu viel Verwaltungsaufwand und unnützer Zeitaufwand, der dem eigentlichen Projekt nichts bringt), "krümel an Zusatzgeldern" würde ich jetzt nicht umbedingt sagen (verglichen an dem, was vorher kam) ...

Eshmael hat geschrieben:Es geht um die Studiengebühr, die einen da rein drängt, und die für das wenige was sie bringt viel zu viele (Meta)Kosten generiert.

Wenn es für diese Kosten (erwiesener maßen) mehr bzw. überhaupt Kleingruppenübung gibt oder zusätzliche HiWi-Stellen für eine Vorlesung(sbegleitung), würde ich nicht sagen, dass sie wenig bringen.

kb hat geschrieben:Yep. Aber wie gesagt...gibt es Wohnungen für ca 30000 Studenten in Wohnheimen? Nein. Und so lange das der Fall ist (was i.d.R. IMMER sein wird), kann man das nicht als Argument in der Form von "Man kommt auch günstig weg..also darf das nicht als Gegenargument von Studiengebühren verwendet werden" durchgehen lassen. Denn es ist nur eine große Minderheit (laut StuWe nur "4.352 Bettplätze"), die diese Möglichkeit haben.

Aber es werden wohl niemals 30.000 Studenten einen Wohnheimsplatz benötigen. Genausowenig wie alle einen HiWi-Job benötigen/wollen. Von daher ist es auch nicht nötig, jeweils 30.000 davon bereitzuhalten.
Und ich kann nur aus meiner eigenen Erfahrung sagen: Nach einer Minimalbewerbung (zwei Wohnheime, nur Appartment) zu einer nicht gerade wenig nachgefragten Zeit hatte ich nach nicht einmal drei Monaten den Belegungsausschuss eines Wohnheims am Telefon. Und das Studentenwerk versucht eine Zuweisung innerhalb eines Jahres zu garantieren. In wie weit da jetzt Alter und Zweitstudium oder ähnliches mitspielen, habe ich allerdings keine Ahnung.
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Beitragvon kb » 08.06.08 12:47

Das stimmt, aber es geht ja darum, dass es tatsächlich NICHT so ist, dass jeder die Möglichkeit auf günstig wohnen hat, also trifft es tatsächlich jede Menge Leute, die schon einiges mehr an Unterkunftsgeld + weitere Kosten zahlen müssen. Es ging mir ja darum, dass man nicht einfach sagen kann "ja, Studigebühren erschweren das Studium nicht, denn man kann ja auch sehr günstig wohnen und müsste somit nicht so viel arbeiten, um über die Runden zu kommen", denn wie es aussieht können das nicht mal 30% der Studierenden.
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Beitragvon Miss*Sunflower » 08.06.08 13:31

kb hat geschrieben:Das stimmt, aber es geht ja darum, dass es tatsächlich NICHT so ist, dass jeder die Möglichkeit auf günstig wohnen hat, also trifft es tatsächlich jede Menge Leute, die schon einiges mehr an Unterkunftsgeld + weitere Kosten zahlen müssen. Es ging mir ja darum, dass man nicht einfach sagen kann "ja, Studigebühren erschweren das Studium nicht, denn man kann ja auch sehr günstig wohnen und müsste somit nicht so viel arbeiten, um über die Runden zu kommen", denn wie es aussieht können das nicht mal 30% der Studierenden.


Klar, ich verstehe deine Argumentation voll und ganz, aber wie schon gesagt, gibt es Studis, die z.B. noch zu Hause (in Aachen) wohnen, die raus fallen. Ebenso gibt es genug, die von den Eltern finanziert werden. Und zu den Studentenwohnheimen kommen noch die privaten Wohnheime und günstigen Appartements, die ein Student (wenn er sich denn Zeit nimmt zu suchen) auch nutzen kann. Klar gilt das nicht für alle, aber die jenigen, die sich wirklich schwer mit dem Geld tun und wirklich was günstiges haben wollen, die finden das auch, man muss ggf. eben was länger suchen. Nicht umsonst habe ich mich schon zur Schulzeit für Wohnheime beworben um eben einen solchen Platz zu bekommen.

Zusätzlich die Frage: Gibt es für Studenten nicht die Möglichkeit - unabhängig von BAföG - Wohngeld zu beantragen? Ich kenn mich da nicht aus, daher frag ich mal.
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Beitragvon kb » 08.06.08 13:50

die habe ich versucht zu berücksichtigen, so bin ich ja auf 30% gekommen. Sonst wären es <15% ^^
Es stimmt ja,dass viele keine Probleme haben, und auch mit viel Eifer oder auch Glück irgendwie ne "relativ" günstige Unterkunft finden. Aber es gibt trotzdem genug, bei denen das nicht ist, und man kann die nicht einfach ignorieren finde ich.
Es ist einfach eine enorme finanzielle Belastung. Jede Familie versucht möglichst viel zu sparen, spart Energiekosten um vielleicht im Jahr 100€ mehr zu haben, und jetzt kommen auf einen Studenten 100€ im Monat(!) mehr drauf. Mir kam es so vor, als würden das einige hier einfach als akzeptable und unproblematisch ansehen.(--edit--)Es mag ja auch sein, dass ein Großteil das noch zahlen kann, aber man muss ja nicht alles rauspressen, nur weil es möglich ist.
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