Oki ich rechne dir mal Exemplarisch vor.
Nahrung:
6,7€ pro Tag = ca.200€ im Monat
Kranken- und Sozialversicherung:
ca 60€ pro Monat
Studiengebühr:
640/6= 105€ pro Monat
Miete:
250€ pro Monat
Strom + Telefon und Internet:
60€ pro Monat
Unimaterial (Bücher/Kopien/Stifte etc):
20€ im Monat
~700pro Monat.
Ohne sich mal irgendwas zu kaufen.
Ohne den Verschleiß meines Rechners, meiner Kücheneinrichtung, meiner Waschmaschine oder meiner Kleidung einzurechnen.
Wir gehen von 9€ pro Stunde aus, und einem Wochen Monat:
700/9 = 78h = 20h pro Woche.
Nun ist mein Kühlschrank fritte gegangen... und ich muss nebenjobs neben dem nebenjob machen um das zu deixeln.
Ohne Studiengebühr?
500/6 = 84€ im Monat die ich für "Spaß" ausgeben könnte, oder meinen Kühlschrank reparieren lassen kann.
Ganz ohne gegen das Gesetz zu verstoßen.
Arbeite ich nämlich im Jahresmittel mehr als 20h pro woche bin ich kein Student mehr, und muss meine Krankenkasse nach meinen Einnahmen bezahlen... und dann wirds richtig teuer... (700€ verdienst.. KK nimmt 12-14%).
Wohngeld ist beantragt, aber das kriege ich wohl nicht (kämpfe schon einige Monat).
Willst wissen warum?
Wegend er Plausibilitätsklausel.
Es ist nicht Plausibel, das ich von meinen Paar Kröten (20h kriege cih in meinem aktuellen Job ja leider selten voll pro Woche) alleine Leben kann.
Und wer nicht ohne Wohngeld leben kann kriegt keins, weil die dann denken man MUSS sie ja irgendwo bescheißen.
Also müsste ich Hartz 4 beantragen, das kriegt man aber nur wenn man max 2 Semester vorm Diplom steht.
Wie das mim Bachelor ist weiß noch niemand.
Wenn deine Rechnung nicht weit von der Realität ist, dann weiß ich nicht Was weit von der Realität entfernt ist.
Und wenn du die Studien lesen willst findest du die bei der OECD auf der HP.
Oder in einer Tageszeitung deiner Wahl.
Eine der wichtigsten aussagen ist: Wer aus monetär armen und/oder bildungsarmen Verhältnissen stammt, hat nicht nur signifikant kleinere Chancen eine höhere Schule/Universität zu besuchen, wie in anderen Ländern, sondern die Schere wird immer größer.
Und das gilt auch für den Vergleich mit Amerika.
Wie sollen da Studiengebühren helfen?
Das wir mehr Geld in der Bildung brauchen ist klar, aber da gibt es sicherlich sinnvollere Wege der Umverteilung.
Denn andere Länder geben prozentual bis zu demdoppelten aus, von dem was Deutschland in die Bildung investiert.
Und ich darf mal eine Frage stellen:
Eigenheimzulage (damit wir aus der Stadt ins Grüne ziehen können, vom Arbeitsplatz weg) und dann Kilometergeld?
Ökosteuer und Klimapolitik, aber Kilometergeld?
Kitas einführen, die bewiesenermaßen ärmeren Kindern helfen, aber Erziehungsgeld für die Kinder bezahlen, die zu hause bleiben?
Wer nimmt das denn bitte?
Die reichen Doppelverdiener, die froh sind, das es eine KiTa gibt, die kostenlos ist?
Oder die Arbeitslose Hartz4Empfänger Familie?
Da liegen Milliarden, die unserer Uni Mikros bescheren könnte, die funktionieren und kabellos sind.
Aber nicht in den paar Kröten Studiengebühren, die nur Mauern aufbauen, und von denen die Uni dann kaum was sieht, weil ja Rücklagen gebildet werden müssen, für Probleme die auftreten werden.
Dafür gibts weniger Abschlüsse (Abbruchquoten sind in technische Studiengängen explodiert, wegen Bach und Studiengeb., denn neben Bach kann man nicht mehr so einfach arbeiten wie neben dem Dipl.. Ich kanns beurteilen, habe beides gemacht).
Und warum ich das so geschrieben habe, habe ich erklärt.
Den Post kannst du ja einfach nochmal lesen.
