Jens F hat geschrieben:@commo:
Es wird mit den Zahlen nie perfekt sein, und wann eine Klausur geschrieben wird, ist ziemlich heikel.
Nicht nur steht es dem Dozenten frei, sonder sie muss auch noch mit allen anderen Klausuren dieses Semesters und idealerweiser aller Klausuren aus dem um ein Jahr verschobenen in ein Klang gebracht werden.
Außerdem gibt es auch noch einen zweiten Prüfungszeitraum, für den man da noch mal lernen kann, falls man muss.
Außerdem steht es dir so ziemlich frei, wann du welche Klausur schreibst. Es zwingt dich niemand direkt die erste Klausur im Semester mitzuschreiben.
Ich glaube das Argument zieht einfach nicht, weil der Grund, warum die zweiten Prüfungszeiträume eingeführt wurden, der ist, dass man seitens der Universität die Studiendauer nicht unnötig verzögern will. Vorgesehen ist also der erste Prüfungszeitraum, der zweite dient nicht dem Zweck dem Studenten "einfach mal so eben" eine Wahl zu lassen.
De facto wird die zweite Klausur von den meisten Professoren schwieriger als die erste gestaltet, weil sie argumentieren, dass die Nachschreiber mehr Zeit zum lernen haben. Wie kann aber "mehr Zeit" mit einem einheitlich vorgeschriebenen Workload in Einklang gebracht werden?!
Wenn man sagt die, die die erste Klausur schreiben, haben den vollen Workload gehabt, impliziert man, wie ich ja schon erwähnt habe, übertrieben viele Stunden pro Tag. Für den zweiten Termin wäre der durchschnittliche Workload erst akzeptabel.
Wenn man sagt, die, die die erste Klausur schreiben, haben einen gerechten Workload, dann müssen die, die den zweiten Termin schreiben, offensichtlich mehr für die selbe Auszeichnung tun!
Das Argument, dass man nach diesen Berechnungen praktisch nie auf eine 40 Stunden Woche kommt, verschwindet einfach nicht, was meine Ansicht, dass die BPO dabei ungerecht gestaltet ist, bestärkt.