mister_nu hat geschrieben:Die jetzige AStA-Koalition hat versprochen, den Beitrag zu senken und jetzt zahlt ihr halt jedes Semester 50 Cent weniger -- nachdem die gleichen Listen sich damals sehr für Studiengebühren stark gemacht haben, was für euch 500 Euro im Semester mehr bedeutet. Muss jeder selber wissen, was er davon hält.
Ich sehe den Widerspruch darin nicht, der diesen Seitenhieb von links rechtfertigen würde. Aber der Reihe nach:
Insgesamt bin ich ähnlicher Meinung wie Heipei mit seiner Argumentation was das Schwulenreferat angeht. Ich brauche auch kein Schwulenreferat und ich kenne keinen, der davon irgendwann mal profitiert hat. Ich hab noch nicht mal irgendwo Plakate oder Aushänge von denen gesehen - wobei ich zugeben muss, dass ich darauf auch nicht geachtet habe, vielleicht sollte man jemanden fragen, der sich mit sowas auskennt.

Sprich: Für jeden kann man sicherlich irgendwo den Beitrag "optimieren", wenn jeder nur das zahlt, wozu er Lust hat. Wenn ich mir die zusammensetzung des Betrags von € 148,5 so ansehe, komme ich zu dem Schluss, dass ich davon gerne nur den Mobilitätsbeitrag von € 81,6 und den Beitrag zum Hochschulsport (€ 1,1) zahlen würde. Gibt bei mir € 82,7 statt €148,5. Ich brauche nichts vom Studentenwerk, lese gerade zum ersten Mal etwas vom Frauenreferat und wenn ich hier schreibe, was ich von Fachschaften und ASten im Allgemeinen (ich meine explizit nicht diesen speziellen AStA und mir ist durchaus bewusst, dass es auch Ausnahmen gibt - viele Grüße an Jens an dieser Stelle) halte, würde ich mich in Rage schreiben und dürfte mich hier nie wieder äußern. Auch hier an der Uni gibt es Fachschaften, die mich einfach sprachlos machen. Um aber mal meinen roten Faden in dieser Argumentation zu suchen: Ich zahle ohne Optimierung trotzdem € 65,8 "zu viel". Man könnte den Betrag auf jeden Fall drücken, wenn man der Argumentation "brauch
ich nicht, will ich nicht zahlen" (und um nichts anderes geht es hier) nachgeht.
Ich persönlich bin davon überzeugt, dass die Anzahl derer, die von einem NRW-Ticket profitieren in einem ähnlichen Verhältnis zu denen steht, die das Schwulenreferat, Frauenprojekt und so weiter in Anspruch nehmen, wie die entsprechend zu entrichtenden Beiträge.
Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich von den Studenten auch erwarte (ich habe "verlange" hier mal etwas abgeschwächt), dass sie dem Ticket zustimmen, auch wenn ich persönlich ebenso gut ohne auskommen würde. Deswegen gibt es auf jeden Fall mein Kreuz bei "ja".
Zu dem angesprochenen Seitenhieb: Ich bin nach wie vor Befürworter der Studiengebühren, da gehe ich mit diesen "bösen Listen" konform. Die Höhe legt nunmal die Hochschule fest, darauf haben wir ohnehin keinen Einfluss. Nach meiner Argumentation von vorhin: Wo ist das Problem, Studiengebühren zuzustimmen, die wirklich
allen Studenten zugute kommen (und sei es "nur" das Schlagwort "Verbesserung der Lehre"), aber trotzdem der Meinung zu sein, dass der Sozialbeitrag zu hoch ist? Das hört sich mal wieder nach billiger Polemik an, wie man sie von linken Gruppierungen welcher Art auch immer (Fachschaften -besonders 7.1 und 1.1haben bei mir einen sehr negativen Eindruck in dieser Richtung hinterlassen-, Listen in der Hochschulpolitik, Parteien, Antifa, ...) viel zu häufig hört. Und das ist ein Grund, warum ich mich schwer tue, Mitglieder dieser Gruppierungen ernst zu nehmen.
Jetzt dürft ihr auf mich einschlagen, sei es für meine Meinung oder den zu langen Text. Nicht ohne zuvor aber noch auf einen der besten Kommentare dieses Threads hingewiesen zu haben:
mirko hat geschrieben:Btw: wie kommst du eigentlich auf >100€? 650/6 sind bei mir sogar >108€. aber wen stören diese 8€, die runden sich doch eh weg... (über welchen betrag reden wir hier nochmal oO?)
Danke! Dem gibt es nichts hinzuzufügen.