Semesterticket NRW weit?

Allgemeines rund um's Informatikstudium an der RWTH Aachen
[StuBe] Mails aus dem Verteiler der Studienberatung Informatik

NRW Semesterticket gefällig?

Ja
122
83%
Nein
20
14%
Egal
5
3%
 
Abstimmungen insgesamt : 147

Beitragvon Alexander Urban » 23.01.08 22:35

Deswegen kommen die anderen ja auch raus - sie zahlen mehr und kriegen mehr (die Verträge laufen gleich lang wie bei uns). Das dürften wir Aachener auch.

Jetzt haben wir Aachener aber _zusätzlich_ noch einen _eigenständigen_ Vertrag mit der DB Regio, dass wir für y € die zwei Streckenkarten kriegen. Und den will die DB nicht vorzeitig beenden, weil sie nämlich im Endeffekt weniger vom NRW-Ticket abkriegt als ihr derzeit durch die Streckenkarte zufällt.
Nicht der Staat gewährt den Bürgern Freiheit, sondern die Bürger dem Staat Einschränkungen ihrer Rechte.

Kontrollierende und inhaltlich wertende Eingriffe in eine technologisch neutrale Infrastruktur sind eine Gefahr für den freiheitlichen Rechtsstaat.
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Beitragvon mirko » 23.01.08 22:40

Alexander Urban hat geschrieben:Deswegen kommen die anderen ja auch raus - sie zahlen mehr und kriegen mehr (die Verträge laufen gleich lang wie bei uns). Das dürften wir Aachener auch.

Jetzt haben wir Aachener aber _zusätzlich_ noch einen _eigenständigen_ Vertrag mit der DB Regio, dass wir für y € die zwei Streckenkarten kriegen. Und den will die DB nicht vorzeitig beenden, weil sie nämlich im Endeffekt weniger vom NRW-Ticket abkriegt als ihr derzeit durch die Streckenkarte zufällt.


hm, ok - das ist ein argument - würde aber bedeuten, dass wir das nrw-ticket bis ss09 für x+y+z euro und danach für x+z euro bekommen können müssten (mit x=kosten für avv-ticket, y=kosten für db-strecken-karte, z=aufschlag für nrw-ticket), was ja auch noch eine option wäre...
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Beitragvon Alexander Urban » 23.01.08 22:44

mirko hat geschrieben:hm, ok - das ist ein argument - würde aber bedeuten, dass wir das nrw-ticket bis ss09 für x+y+z euro und danach für x+z euro bekommen können müssten (mit x=kosten für avv-ticket, y=kosten für db-strecken-karte, z=aufschlag für nrw-ticket), was ja auch noch eine option wäre...
Das wäre eine Option, die aus Solidarität mit den weniger betuchten Studenten nicht in Betracht gezogen wird. Man versucht einen gesunden Mittelweg zu finden. Und den hat man scheinbar gefunden:

„Wenn Kritik von beiden Seiten kommt, dann kann das nur heissen, dass wir uns auf dem richtigen Mittelweg befinden.“
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Beitragvon mirko » 23.01.08 23:18

Alexander Urban hat geschrieben:
mirko hat geschrieben:hm, ok - das ist ein argument - würde aber bedeuten, dass wir das nrw-ticket bis ss09 für x+y+z euro und danach für x+z euro bekommen können müssten (mit x=kosten für avv-ticket, y=kosten für db-strecken-karte, z=aufschlag für nrw-ticket), was ja auch noch eine option wäre...
Das wäre eine Option, die aus Solidarität mit den weniger betuchten Studenten nicht in Betracht gezogen wird.


1. es war bisher immer die rede von generell x+y+z, demnach wäre mein vorschlag auch für die weniger betuchten studenten nur vorteilhaft (wenn er sich denn realisieren lässt)
2. wenn ein weniger betuchter student außerhalb des gültigkeitsbereichs des semestertickets wohnt, würde er mit sicherheit auch bei der x+y+z-variante noch geld sparen. es ist also unabhängig vom grundeinkommen für manche studenten vorteilhaft, für andere nachteilhaft...

Alexander Urban hat geschrieben:„Wenn Kritik von beiden Seiten kommt, dann kann das nur heissen, dass wir uns auf dem richtigen Mittelweg befinden.“


s/richtigen/einem/
dann kommt's hin...
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Beitragvon kb » 24.01.08 00:45

natürlich, für diejenige, die das NRW-Ticket sehr willkommen heißen, lohnt sich sicher die x+y+z Variante. Für mich würden sogar +50€ noch sehr lohnenswert sein. Aber das ist natürlich nur die eine Seite.

Aber das ist imo auch eine gute Option, die vermutlich auch durchsetzbar wäre (sind ja unabhängige Verträge).

Bei den nächsten Wahlen könnte man das ja mit einführen: 5€-10€ ab SS07, optional auch einmalig 32€, dafür schon ab WS0709...wenns denn zeitlich für Vertragsabschlißung etc. reichen würde. Wenn dann genug Stimmen zusammen kommen, warum nicht schon vorher einführen. Naja, ist ja nur ne Überlegung ^^
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Beitragvon O.D. » 24.01.08 06:53

Es kann unmöglich für alle Studierenden ein echtes Ersparnis und für die Verkehrsbetriebe kein Verlust sein.

Wenn ein Fluss von n Quellen nach m Senken fließt (n und m seinen in etwa konstant), dann kann nicht gleichzeitig mehr oder gleich viel in die Senken fließen und weniger aus den Quellen raus.

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Beitragvon kb » 24.01.08 08:25

Stimmt zwar, aber
a) es ist ja auch nicht für jeden Student ein Ersparnis, sondern für viele einfach mehr Ausgaben
b) es ist immer noch denkbar, dass die Verkehrsbetrieben lediglich weniger, aber ausreichend hohe Gewinne haben
c) letztendlich ists doch ein verkerhsverbundübergreifendes Ticket, also machen die Verkehrsverbünde doch NUR Minus bzw. weniger Plus!? ^^
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Beitragvon O.D. » 24.01.08 08:51

kb hat geschrieben:a) es ist ja auch nicht für jeden Student ein Ersparnis, sondern für viele einfach mehr Ausgaben
Und wie schauts in der (vorzeichenbehafteten) Summation aus?
kb hat geschrieben:b) es ist immer noch denkbar, dass die Verkehrsbetrieben lediglich weniger, aber ausreichend hohe Gewinne haben
Jeder Betrieb versucht immer die Einnahmen zu maximieren.
kb hat geschrieben:c) letztendlich ists doch ein verkerhsverbundübergreifendes Ticket, also machen die Verkehrsverbünde doch NUR Minus bzw. weniger Plus!? ^^
Warum sollten sie es dann machen? Siehe (b)!
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Beitragvon kb » 24.01.08 10:03

O.D. hat geschrieben:Warum sollten sie es dann machen?

Na wegen (a) ^^ Die ganzen Studenten, für die die 32€ einfach nur mehr Zahlung sind, machen die "Verluste" wett.
Vielleicht kommt ja auch einiges in nen gemeinsamen Pot, der dann unter den Verkehrsverbünden aufgeteilt wird.
Was jedoch auch nicht veregessen werden darf: Die Schwarzfahrer! Das sind wirklich jede Menge, und so geht man sicher, dass auch sie zahlen ;o also wieder Ausgleich für die "Verluste".
Ich geh mal stark davon aus, dass man dort kompetente Leute hat, die soetwas schon bedenken ^^
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Beitragvon NeX » 24.01.08 10:19

kb hat geschrieben:
O.D. hat geschrieben:Warum sollten sie es dann machen?

Na wegen (a) ^^ Die ganzen Studenten, für die die 32€ einfach nur mehr Zahlung sind, machen die "Verluste" wett.
Vielleicht kommt ja auch einiges in nen gemeinsamen Pot, der dann unter den Verkehrsverbünden aufgeteilt wird.
Was jedoch auch nicht veregessen werden darf: Die Schwarzfahrer! Das sind wirklich jede Menge, und so geht man sicher, dass auch sie zahlen ;o also wieder Ausgleich für die "Verluste".
Ich geh mal stark davon aus, dass man dort kompetente Leute hat, die soetwas schon bedenken ^^


zumindest bei der bahn wäre ich mir in sachen kompetenz nicht ganz so sicher...
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Beitragvon kb » 24.01.08 11:04

An sich nicht, aber ich habe ja auch nur den wirtschaftlichen Bereich angesprochen ^^
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Beitragvon O.D. » 24.01.08 11:12

kb hat geschrieben:
O.D. hat geschrieben:Warum sollten sie es dann machen?

Na wegen (a) ^^ Die ganzen Studenten, für die die 32€ einfach nur mehr Zahlung sind, machen die "Verluste" wett.
Vielleicht kommt ja auch einiges in nen gemeinsamen Pot, der dann unter den Verkehrsverbünden aufgeteilt wird.
Was jedoch auch nicht veregessen werden darf: Die Schwarzfahrer! Das sind wirklich jede Menge, und so geht man sicher, dass auch sie zahlen ;o also wieder Ausgleich für die "Verluste".
Ich geh mal stark davon aus, dass man dort kompetente Leute hat, die soetwas schon bedenken ^^

Ja, aber ich will damit nur sagen, wenn die Verkehrsverbünde es gut finden, werden sie - wie Du ja ausführst - unterm Strich davon profitieren. Wenn sie davon profitieren, dann bedeutet das letztenendes nur, dass sie dadurch mehr Geld bekommen - durch welche Umstände auch immer, auf welchen Wegen auch immer.
Da der an die Verkehrsverbünde zu zahlende Betrag (das ist jetzt meine Annahme) allein von der Studierendenschaft bezahlt werden muss, dann heißt das ja dass die Studierendenschaft insgesamt mehr bezahlen muss.
Es geht mir nur um die Summe aller ... Deltas, wenn man so will. Also ein Teil x der Studierenden macht die Ersparnis f(n)>0, ein Teil 1-x muss dann aber einen Verlust f(n)<0 machen, damit die Rechnung aufgeht. Und mir geht es darum, dass (SIGMA f) < 0 gelten muss. Die Wahl wird bejaht, wenn die Mehrheit einen kleinen Verdienst macht und ein kleiner Teil überhaupt nix davon hat, und verneint, wenn die Mehrheit einen kleinen Verlust hat, und einige wenige sehr viel dadurch sparen. Das ist nun mal die Tücke der Demokratie.
Ich kann natürlich auch einen Denkfehler machen oder von verkehrten Annahmen ausgehen. Aber das ganze wirkt auf mich recht logisch.

Aber vielleicht sollte ich auch mal meine Fresse halten, da ich ja an und für sich sehr für das Ticket bin.
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Beitragvon Daniel » 24.01.08 14:36

O.D. hat geschrieben:Ja, aber ich will damit nur sagen, wenn die Verkehrsverbünde es gut finden, werden sie - wie Du ja ausführst - unterm Strich davon profitieren. Wenn sie davon profitieren, dann bedeutet das letztenendes nur, dass sie dadurch mehr Geld bekommen - durch welche Umstände auch immer, auf welchen Wegen auch immer.


Naja, aber das muss ja dann nicht von Nachteil für die Studierenden sein wenn ein Unternehmen Gewinn macht. Durch die hohe Anzahl an verkauften Tickets können sie jedes einzelne extrem billig machen aufgrund der sicheren Einnahemn. Das ist auch der Vorteil der Studenten.

Außerdem kann es durchaus Geschäfte geben, bei denen jeder Geschäftspartner seine subjektiven Ziele erfüllt hat und damit das Geschäft für ihn positiv ist, das muss ja nicht immer einseitig sein (wenn du in nem Geschäft was kaufst freuen die sich, aber du dich auch weil du das bekommen hast was du willst) ;)
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Beitragvon kb » 24.01.08 17:09

hat ja auch keiner behauptet :]
irgendwie steckt nicht so viel mehr hinter der Aussage..."die Bahn muss Gewinn machen, sonst würden sie das ja nicht so anbieten"...ok, dem sind sich wohl alle bewusst ^^ Ich vermute mal, O.D. hat einfach nur eine Feststellung festhalten wollen!..?
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Beitragvon BadMoose » 25.01.08 08:29

Es kann auch durchaus sein, dass Studenten und Bahn bei dem Geschäft Gewinn machen.

Angenommen, Student x möchte gerne 2x im Monat nach Ort y fahren, weil dort eine tolle Party stattfindet. Das Ticket kostet pro Fahrt 10 Euro, davon streicht die Bahn 5 Euro als Gewinn ein und 5 Euro werden zur Kostendeckung verwendet. Student x ist aber nicht bereit, mehr als 8 Euro pro Fahrt auszugeben. Also macht die Bahn keinen Gewinn und Student x auch nicht.
Wenn die Bahn jetzt aber ein Ticket für 15 Euro einführt, mit dem man den ganzen Monat nach Ort y fahren kann, macht Student x 1€ Gewinn, da er die Fahrten, die ihm 16€ wert sind, für 15€ bekommt und die Bahn macht ebenfalls immer noch 5€ Gewinn, weil die Fahrten des Studenten sie nur 10€ kosten.

Ich zum Beispiel bin in der Situation von Student x. Und das Ganze ist auch übertragbar auf die Menge aller Studenten, wenn man z.B. auch noch die durch das Ticket zum Zahlen gezwungenen Schwarzfahrer mit einbezieht.
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